Drei Fragen an... Frederic Moncassin31.12.97 - Frederic Moncassin, der französische Starsprinter aus der Gan-Mannschaft, hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Bei allen wichtigen Rennen war er dabei, aber es gelang ihm kein einziger Sieg. Welchen Stress diese Frustrationen erzeugt haben müssen, war nicht zuletzt an Moncassins brutalem Kopfstoß gegen Rolf Aldag bei der Dauphine Libere zu erkennen (s. News vom 12.06.97). Moncassin nimmt gerade an einem MTB-Rennen in La Plagne teil.
Wie kommt es, daß Sie trotz superber Form immer überholt wurden?
Moncassin: Ich wollte mich einfach nur auf die großen Rennen konzentrieren. Mein Fehler war es, Rennen aus der zweiten Reihe außen vor zu lassen. Hätte ich einige kleinere Rennen gewonnen, hätte mir das Selbstvertrauen gegeben. Ohne richtig zu wissen, wo ich stand, kam ich dann zu den großen Rennen. Wenn es darauf ankam, war ich dann nicht in Topform und gleichzeitig unter großem Druck.
Ist Ihr zweiter Platz bei der Flandern-Rundfahrt ein unvergeßlicher Albtraum?
Moncassin: Das ist alles weg, jetzt wo das Training wieder angefangen hat. Ich war insofern zum zweiten Platz verurteilt, als ich im Finale zwei gegen mich hatte. Ich hielt mich an Ballerini und ich zögerte als Sörensen, der Sieger, wegging. Eine große Chance habe ich auch bei der französischen Meisterschaft vergeben. Ich habe taktische Fehler gemacht. Typisch war: zwei Millimeter fehlten bei der (Tour-)Etappe nach Le Puy du Fou. Ich habe das Bild noch vor mir. Aber so war diese Saison für das ganze Gan-Team - abgesehen vom Gelben Trikot von Cedric Vasseur.
Was erwarten Sie von 1998 ?
Moncassin: Besser abschneiden. Die Ziele sind dieselben: Flandern-Rundfahrt, Ghent-Wevelgem, Paris-Roubaix und die Tour de France.
[AFP]
www.radsport-news.com