Mapei bereit für 1998 - Kritik an der Leistung von 97
Dieser Tage trifft sich das Team von Saronni und seinen sportlichen Leitern Pietro Algeri und Patrick Lefevere in Arona und man will den Grundstein für eine große Saison 1998 setzen. Mit einem neuen Trikot-Design, -anstelle des gewohnten Blau erscheint jetzt der Schriftzug Mapei-Bricobi auf weißem Hintergrund- wird man die Saison angehen. Die Ziele der einzelnen Fahrer sind hingegen eher die alten.
14.12.97 - Die Namen der Rennfahrer des Team Mapei-Bricobi muß sich jeder Radsportfan auf der Zunge zergehen lassen: Pavel Tonkov, Johan Museeuw, Jan Svorada, Oskar Camenzind, Gianni Bugno, Franco Ballerini, Andrea Tafi, Stefano Zanini... das beste Team der Welt. In den letzten vier Jahren hat das von Mapei-Chef Giorgio Squinzi gesponsorte Team 317 Siege eingefahren. 1997 war jedoch nicht unbedingt so verlaufen, wie sich das Team es sich vorher gedacht hatte. "Es ist wahr, 1997 haben wir keinen großen Klassiker und auch keine bedeutende Rundfahrt gewonnen," sagt Mapei-Teammanager Giuseppe Saronni. "Aber das Team war immer vorn dabei und unser Image und unsere Leistung waren auf hohem Niveau. Nur die Tour de France war negativ für uns wegen der Geste von Steels (--Steels hatte bei einer Sprintentscheidung mit einer Trinkflasche nach Moncassin geworfen --) und auch weil wir keine Etappe gewinnen konnten. Aber in den Frühjahrsklassikern waren wir die Nummer eins und Tonkov hätte den Giro gewonnen, wenn nicht das in Cervinia passiert wäre."
Bei der Analyse von 1997 übte Saronni auch Kritik an Andrea Tafi. "Wir haben viel von Tafi erwartet, aber wir haben nicht voehergesehen, daß eine Änderung in seinem Rennverhalten auch eine Änderung seines Teamverhaltens bedeuten würde. In bestimmten Situationen hatten wir die Chance zu spektakulären Finishs aber Tafi hielt sich nicht an die Strategie des Teams." Andrea Tafi meinte daraufhin nur: "Ich akzeptiere die Kritik. Dies ist die Zeit zu Reflektionen und Analyse und auch die Zeit ein Team aufzubauen."
MAPEI-BRICOBI 1998
TEAM MANAGER: Giuseppe Saronni. DIRECTEURS SPORTIFS: Pietro Algeri, Fabrizio Fabbri, Patrick Lefevere (Bel), Maurizio Piovani Franco Ballerini Davide Bramati Gianni Bugno Oskar Camenzind (CH) Giuseppe Di Grande Gianni Faresin Paolo Lanfranchi Bart Leysen (Bel) Nico Mattan (Bel) Gabriele Missaglia Johan Museeuw (Bel) Daniele Nardello Wilfried Peeters (Bel) Gianluca Pianegonda Zbigniew Spruch (Pol) Tom Steels (Bel) Jan Svorada (Tch) Andrea Tafi Pavel Tonkov (Rus) Frank Vandenbroucke (Bel) Stefano Zanini Neo-Pros: Belohvosciks (Lit), Massimo Codol, Giuliano Figueras, Matteo FruttiPavel Tonkov setzt wie in den Jahren zuvor ganz auf den Giro d'Italia. "Mein Ziel ist der Giro. Das Profil liegt mir. Ich werde den Giro auf Sieg fahren und danach schauen, ob ich die Tour fahre."
Das Ziel von Stefano Zanini liegt am Anfang der Saison: "Mein definitives Ziel ist Milan-San Remo."
Johan Museeuw sagt: "1998 möchte ich mindestens einen Sieg in einem der Klassiker, die in meinen Palmares noch fehlen, insbesondere würde ich gern San Remo gewinnen."
Franco Ballerinis Ziele sind auch keine Überraschung: "Ich möchte für Paris-Roubaix in Form sein, wo ich erwarte, vorne mitfahren zu können. Ich werde wohl die Tour fahren und ich hoffe, daß ich zum Saisonende noch mal gut fahren kann."
Oscar Camenzind, Daniele Nardello und Gianni Faresin werden Pavel Tonkov beim Giro begleiten. Der junge Giuseppe Di Grande (24), der 1997 so toll gefahren war, wird erstmals bei der Tour Erfahrungen sammeln.
[Gazzetta dello Sport]
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