Die F.A.Z. zu den Dopingvorwürfen gegen Jan Ullrich: "Nicht positiv getestet, 'aber auch nicht ganz koscher' "

21.09.97 - Die Frankfurter Allgemeine Zeitung analysiert am Samstag die Dopingvorwürfe gegen Jan Ullrich, die das Schweizer Boulevard-Blatt "Blick" am Donnerstag unter Berufung auf Pascal Richard erhoben hatte. Auszüge:

Auch um Wettkampfkontrollen, so die FAZ weiter, kann es sich nicht gehandelt haben. Die Zeitung zitiert UCI-Präsident Hein Verbruggen: "Ich kann beschwören, daß es 1996 weder einen Dopingfall Ullrich noch einen Dopingfall Riis gegeben hat." Und Heiner Henze, Generalsekretär des NOK, wird sogar mit den Worten zitiert, die ganzen Vorwürfe gegen Riis und Ullrich seien "erstunken und erlogen".

Aber ganz ohne Makel bleibt Ullrich im Artikel der FAZ dann doch auch nicht:

Soweit die FAZ. Es bleibt festzuhalten: Erstens, die Vorwürfe von Pascal Richard sind erwiesenermaßen falsch. Zweitens, die von der FAZ zitierten Andeutungen von Evers, enthalten nicht den geringsten Beweis für ein Dopingvergehen. Den Dopingfahndern gelang es erst am 11. August, Ullrich zu erreichen? Merkwürdig, die Herren hätten vielleicht mal den Fernseher im Juli anschalten solle, dann hätten sie schnell herausgefunden, wo sich Jan Ullrich gerade befand. Und im übrigen: Fakt ist, daß Ullrich bei der Tour de France im Juli 1996 mehrmals zu Dopingtests herangezogen wurde. Diese sind negativ ausgefallen.


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