Banesto beim Teamtreffen eingeschneit

18.12.97 - Das Banesto-Team traf sich Anfang der Woche in der Nähe von Pamplona in Nordspanien. Auf dem Programm standen Dinge wie Ausgabe der neuen Teamkleidung und der neuen Rennräder sowie verschiedene Foto- und Interviewtermine. Eigentlich sollte das Treffen nur bis Dienstag abend gehen aber aufgrund eines Wintereinbruchs in Navarra musste man noch einen Tag dranhängen.

Das Team Banesto wird in der nächsten Saison 22 Fahrer umfassen, darunter viele neue Gesichter: sieben Fahrer haben das Team verlassen, neun Fahrer kommen neu ins Team, u.a. Größen wie Aitor Garmendia (Once) und Cesar Solaun (Euskaltel). Teamkapitän Abraham Olano ist zufrieden mit dem Team für 1998: "Unter den neuen Fahrern sind junge Fahrer und Männer von großer Klasse wie Garmendia und ich glaube, sie alle können viel für die Mannschaftsleistung tun."

Teamchef Jose Miguel Echavarri hat ein schwieriges Jahr hinter sich: "Es begann mit dem Rücktritt von Indurain und dann folgten die Fälle von Sastre und Santi Blanco und andere Dinge. Eins steht für mich jetzt fest: Der einzige, der mich nie fallengelassen hat, war Banesto. Wenn ein Sponsor wie Banesto zu einem hält mitten im Sturm, das gibt einem Ruhe." Über Abraham Olano, der Star im Team, der Ende 96 von Mapei kam, meint Echavarri: "Ich bin froh ihn zu haben. Er bestätigte, was ich über ihn wußte. Ich sage immer, es braucht drei Dinge: Gesundheit, Form und Glück. (Olano) fehlte es in diesem Jahr etwas an Gesundheit, aber trotzdem hatte er noch gute Ergebnisse. Er ist der beste Zeitfahrer der Welt und ihm liegt das Profil der nächsten Tour. Wenn er in Form die Tour antritt, kann er von einem Platz auf dem Podium träumen."

Abraham Olano selbst sieht seine Tour-Perspektiven wohl auch so, ist aber noch vorsichtig: "Sie haben das Bergzeitfahren aus dem Programm genommen, aber es gibt immer noch eine Menge reine Bergetappen und vier andere Etappen, die zwar keine Bergankünfte haben, aber dennoch den Kletterern liegen." Bei der Tour de France sieht Olano als Hauptrivalen Riis, Virenque und vor allem Ullrich, den er "Favorit Nr. 1" nennt.

[EFE, ABC, El Diario Vasco]


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