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Banesto-Neuzugang Alex Zülle: "Ich werde neben Jimenez arbeiten"

26.10.98 - Alex Zülle hat das wohl schwerste Jahr seiner Karriere hinter sich: Erst der totale Einbruch in aussichtsreicher Situation beim Giro, dann die Ereignisse beim "Festina-Skandal" bei der Tour de France, der mit dem Hinauswurf von Zülle und Co. endete, und schließlich im Herbst WM-Startverbot und Dopingsperre bis Mai 1999. Dennoch kann der Schweizer "Sonnyboy" zum Jahresende schon wieder lachen: Fürs nächste Jahr unterschrieb Zülle einen lukrativen Vertrag beim spanischen Top-Team Banesto. In einem Interview mit der spanischen Sporttageszeitung Diario AS nahm Zülle Stellung zu seinen Plänen für 1999.

Sind Sie bereit dazu, der Kapitän von Banesto zu werden?

Zülle: "Jeder spricht darüber, aber ich respektiere (Jose Maria) Jimenez sehr. Ich werde neben ihm arbeiten, er ist ein großartiger Fahrer, wie er bewiesen hat bei der Vuelta, wo er der Stärkste war. Wir müssen über die Dinge reden, aber Jimenez und ich können die Dinge aufteilen, je nach dem Rennen. Banesto ist ein Team, das ich immer gemocht habe, seit den Zeiten von Indurain."

Wie kommen Sie mit Ihrer Sperre zurecht?

Zülle: "Ich war aufgeregt darüber, daß ich nicht zur Weltmeisterschaft gehen durfte. Ich hätte das Zeitfahren gewinnen können, wie bei der Vuelta. Ich will jetzt nur nach vorne schauen. Ich würde natürlich gern Rennen fahren vor Mai, aber es ist egal. Ich werde intensiver trainieren und mit noch mehr Wut im Bauch, wenn das möglich ist."

Und nach dem 1. Mai, ist die Tour Ihr Hauptziel?

Zülle: "Ja, ich möchte ein Rennprogramm, das sich auf die Tour de France und die Vuelta a España konzentriert. Ich möchte nicht zu müde sein vor der Tour und das könnte noch das einzig positive an der Sperre sein."

Zülle bei Banesto, Olano bei ONCE -- Merkwürdig, nicht?

Zülle: "Merkwürdig und schön. Das Leben hat viele Wendungen. Das Publikum wird jedenfalls der Gewinner sein. Wir werden sehen, wer der beste ist auf der Straße."

Sind Sie glücklich, wieder nach Spanien zu kommen?

Zülle: "Ganz sicher. Ich mag dieses Land, wo man mich liebt. Für mich ist Spanien das beste Land, in dem man Radsport betreiben kann."

Wer sind Ihre Lieblingsfahrer im neuen Team?

Zülle: "Ich bin sehr zufrieden, weil wir eine starke Gruppe sind. Wie es Banesto bei der letzten Vuelta gezeigt hat. Ich war beeindruckt von (Manuel) Beltran, der ein großartiger Helfer ist, auch von der Stärke von Chente Garcia und dann die anderen Fahrer, die neuverpflichtet wurden, wie Baranowski oder (Ex-Saeco-Fahrer Leonardo) Piepoli, die gute Ergebnisse abliefern können."

[Interview aus: Diario AS]








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