Renn-Szene
Alex Zülle: "Mein Ziel ist der Tour-Sieg"
02.05.99 - Der Schweizer Radprofi
Alex Zülle (Banesto), der am Sonntag beim "Großen Preis des Kantons Aargau"
erstmals nach Ablauf seiner siebenmonatigen Dopingsperre wieder am Start war, geht
mit großer Zuversicht in die für ihn verkürzte Saison 1999.
"Ich bin vollkommen hinweg über die Ereignisse der Tour 98. Während der ersten Monate (der Sperre)
war es schwer und ich dachte ans Aufhören. Jetzt nicht mehr. (...) Ich ziehe es vor, nicht
negativ zu denken und ich schaue nach vorn", erklärte der
ehemalige Festina-Kapitän, der Ambitionen auf einen Toursieg hat, in einem Interview
mit der spanischen Sportzeitung "AS".
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Alex Zülle war mit seiner damaligen Festina-Mannschaft von der Tour de France 1998
ausgeschlossen worden, nachdem der im Rahmen des Tour- Dopingskandals verhaftete
Festina- Sportdirektor Bruno Roussel "organisiertes und systematisches" Doping in seinem
Team zugegeben hatte. Zülle gab später als einer der ersten EPO-Doping zu.
Eine Dopingsperre von zunächst acht Monaten reduzierte der Weltverband UCI später
auf sieben Monate, um die Aufrichtigkeit des Schweizers zu honorieren. Diese
Sperre lief jetzt am 30. April ab.
"Seit Januar bin ich an die 10.000 Kilometer gefahren", so Zülle gegenüber AS.
"Es war ziemlich langweilig, aber es ist vorbei. Jetzt will ich die Resultate wissen. Ich habe gut
trainiert, aber ich muß sehen, ob es
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Alex Zülle (CH)
geb. 05.07.68
Profi seit 91
Teams: ONCE (91-97), Festina (98), Banesto (seit 99)
Größte Erfolge:
3 Etappen Giro d'Italia 1998,
Vuelta a Espana 97 (Gesamt u. 1 Etappe),
1 Etappe Tour de France 96,
Vuelta a Espana 96 (Gesamt u. 1 Etappe),
Weltmeister EZF 1996, 2 Etappen Tour de Suisse 95,
1 Etappe Vuelta a Espana 95, Gesamtzweiter u. 1 Etappe
Tour de France 1995, 3 Etappen Vuelta a Espana 1993,
Paris-Nizza 93, Semana Catalana 92
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auch angeschlagen hat. Selbst wenn man
mit höchster Anstrengung fährt, es ist nicht dasselbe wie wenn man ein Rennen fährt."
Sein Hauptaugenmerk gelte der Tour de France, so Zülle.
"Das ist mein Ziel. Ich war 1995 Zweiter. Das sagt mir, daß ich es kann. Aber die Tour
ist immer ein kompliziertes Rennen mit harten Rivalen. Hauptsächlich Ullrich und Pantani,
wenn er denn schließlich doch fährt."
Die verkürzte Vorbereitungszeit hält Alex Zülle für ausreichend:
"Ich habe noch zwei Monate und ich plane nicht, die Tour mit Topform zu erreichen,
sondern in guter Form, um mir dann den letzten Schliff bei den ersten Flachetappen zu holen."
Zülles Rennprogramm sieht nach dem GP Gippingen den Start bei der Tour de Romandie (04.-09.Mai)
vor, danach fährt der 30-jährige Vuelta a Asturias (11.-16.Mai), Bicicletta Vasca (26.-30.Mai),
Dauphiné Libéré (6.-13.Juni) und Route du Sud (19.-22.Juni).
Bei der Tour de France wird Zülle an der Seite des italienischen
Kletterspezialisten Leonardo Piepoli starten.
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