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Straßen-WM - Die Strecke
Kein Kurs für Überraschungen

10.10.03 (rsn) - Das Straßenrennen der Männer am Sonntag wird auf einem der schwersten Kurse der letzten Jahre ausgetragen. Die Profis müssen den mit zwei Anstiegen gespickten 12,3km langen Kurs in Hamilton 21 mal (258,3km) bewältigen.

WM in Hamilton, Kanada Foto: Roth
Der erste Anstieg steht nach zwei Kilometern an und ist sehr gleichmäßig. Oben auf dem folgenden Plateau kann der Wind eine große Rolle spielen. Nach einer schnellen Abfahrt mit zwei engen Kurven folgt ein zweiter, längerer Anstieg. Nach einer 1,8 km langen Abfahrt folgt eine scharfe Linkskurve - dann die nur 300 Meter lange Zielgerade. Im ersten Entwurf für den WM-Kurs gab es ursprünglich nur einen Berg. Der kanadische Ex-Profi Steve Bauer, der den Kurs mitgestaltet hat, brachte dann den Vorschlag, den Kurs schwerer zu machen. "Mir schien die Strecke zu langweilig", sagt der WM-Dritte von 1984. "Mit einem Berg war es eher eine Zeitfahrstrecke. Wir brauchten noch etwas aufregendes für die Zuschauer."

Die Anstiege scheinen für sich genommen nicht besonders anstrengend. Doch wenn man dort 21 Mal in hohen Renntempo drüberfährt, werden die Hügel mit jedem Mal steiler. Ist der Kurs nicht zu schwer? "Nein", sagt Bauer. "Es gab schon viel schwerere WM-Strecken, etwa 1989 in Chambéry. Und außerdem machen die Rennfahrer ein Rennen schwer. Wenn die Anstiege hart sind, wird eben am Anfang langsamer gefahren, Das gleicht sich alles aus."

Einen Massensprint wird man in Hamilton wohl garantiert nicht sehen. Und einen Überraschungssieger dürfte es auf dem schweren Kurs ebensowenig geben. "Wer hier gewinnt", meint Bauer, "der hat das Regenbogen wirklich verdient. Auf diesem Kurs kannst du dich nicht verstecken. Man muss Geduld haben, aber auch aufpassen. Auf den letzten fünf Runden kann dann ganz schnell die Entscheidung fallen."

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