Straßen-WM
Kanadierin Jeanson erhält Startverbot nach Bluttest
11.10.03 (rsn) - Die Kanadierin Genevieve Jeanson,
die größe Medaillenhoffnung ihres Landes
bei der Straßen-WM im eigenen Land,
wird beim Straßen-Rennen der Frauen
am Samstag in Hamilton nicht starten dürfen.
Jeanson wurde nach einem Bluttest
mit Startverbot belegt.
Bereits der Schweizer U23-Fahrer
Gysling war bei der WM in Kanada
nach einem auffälligen Bluttest
mit Startverbot belegt worden.
Genevieve Jeanson: 1999 zweifache Junioren-Weltmeisterin
Foto: Roth
|
Bei der 22 Jahre alten Jeanson
wurde bei einem unangekündigten Bluttest
durch die UCI am Samstagmorgen
ein erhöhter Hämatokritwert festgestellt.
Ein solcher deutet auf Blutdoping mit
dem Hormon Erythropoietin hin,
kann aber auch natürliche Ursachen haben.
Nach dem Reglement wird
Jeanson mit einer zweiwöchigen Schutzsperre
belegt. Beim Straßenrennen der Frauen am Samstagnachmitag (Ortszeit),
bei dem sie als Mitfavoritin galt,
darf sie nicht starten.
14 Rennfahrerinnen
aus Deutschland, Kanada und den Niederlanden waren kontrolliert worden.
Genevieve Jeanson, beim Zeitfahren am
Mittwoch Fünfte,
ist die prominenteste Radsportlerin in Kanada,
wo der Frauen-Radsport einen höheren Stellenwert
hat als der Männer-Radsport.
Die junge Franko-Kanadierin
war 1999 bei den Juniorinnen
Weltmeisterin beim Zeitfahren und
im Straßenrennen.
"Ich bin wie im Schock. Ich
bin fürchterlich enttäuscht und
traurig, nicht am WM-Rennen im eigenen Land teilnehmen zu dürfen,
wo ich große Ziele hatte",
sagte Jeanson am Rande
des Frauen-WM-Rennens in Hamilton.
Sie sei zum
ersten Mal überhaupt
während eines Rennens
zu einem Bluttest
herangezogen worden.
Doping habe sie nicht betrieben.
Möglicherweise sei ihr
Hämatokritwert augfrund
von viel Training in
der Unterdruckkammer
erhöht, sagte die 22-Jährige,
die in ihrer Heimat sehr
populär ist.
Diesen Artikel versenden
|