Radsport-News.com
       Nachrichten durchsuchen Chat Diskussions-Foren
 
Gratis-Newsletter
Radsport-Schlagzeilen täglich per E-Mail.

anmelden
abmelden
Index
News-Übersicht
Ergebnisse
Teams
Kalender
Features
Umfragen
Archiv
Chat
Downloads
Feedback
SMS-News

Tour de France
Giro d'Italia
Vuelta a España
Deutschland-Tour
Friedensfahrt
Strassen-WM
Bahn-WM
Olympia
Weltcup
UCI-Rangliste
Sixdays

 
 
 









Straßen-WM der Frauen
Susanne Ljungskog gewinnt die Poker-Partie


Foto: Roth

11.10.03 (rsn) - Die Schwedin Susanne Ljungskog hat am Samstag in Hamilton/Kanada ihren Weltmeister-Titel verteidigt. Nach 123km setzte sich die 27-Jährige im Sprint einer kleinen Spitzengruppe durch vor der Holländerin Mirjam Melchers und der erst 20 Jahre alten Weltcup-Siegerin Nicole Cooke aus Wales. Die Entscheidung fiel nach einem spannenden Finale, das die französische Radveteranin Jeannie Longo mit einem Solo in Schwung gebracht hatte. Beste Deutsche war Judith Arndt auf Platz 8 mit 12 Sekunden Rückstand.

Straßen-WM 2003
  • Junioren: Holländer Reus als Solist
  • Kanadischer Junior in kritischem Zustand
  • Kanadierin Jeanson erhält Startverbot
  • Usbeke Lagutin auf Abdus Spuren
  • Zabel: "Rennen wie jedes andere"
  • Juniorinnen: Sabine Fischer holt Bronze
  • Millar: "Gegen Ullrich wärs noch spaßiger..."
  • Schweizer U23-Fahrer unter Dopingverdacht
  • Judith Arndt holt Zeitfahr-Silber
  • Junioren: Ignatiev verteidigt Zeitfahr-Titel
  • Fothen U23-Zeitfahr-Weltmeister
  • Juniorin Knöpfle im 5.Rennen Weltmeisterin
  • Ergebnisse, Palmares
  • "La Longo", die am 31.Oktober ihren 45.Geburtstag feiert, wollte es ihren Gegnerinnen, deren Mutter sie sein könnte, nochmal zeigen. Die 13-fache Weltmeisterin attackierte 20km vor dem Ziel und wurde erst eingangs der Zielgeraden eingeholt und überholt von fünf Verfolgerinnen. Im Sprint setzte sich Ljungskog mit knappem Vorsprung durch vor der starken Melchers, die in der Verfolgung von Longo am letzten Berg am meisten gerarbeitet hatte. Dritte wurde die junge Cooke, die mit hauchdünnem Vorsprung vor der Litauerin Edita Pucinskaite über die Ziellinie fuhr.

    "Das ist eine große Enttäuschung", meinte Jeannie Longo, die am Ende als Sechste das Rennen beendete. "Ich wusste, dass ich es mit meinen 48 Kilo in der letzten Abfahrt schwer haben würde Ich hätte mehr als 15 Sekunden Vorsprung haben müssen oben am letzten Berg. Aber ich habe wenigstens meine Nominierung gerechtfertigt", so die Radveteranin, die erst nach der krankheitsbedingten Absage ihrer jungen Landsfrau Juliette Vandekerckhove ins WM-Team gerutscht war. In der französischen Equipe war die eigenwillige "Radsport-Oma" aus Grenoble nicht unbedingt willkommen.

    Longo mit 20km-Solo-Einlage


    Judith Arndt, Trixi Worrack: Am Ende fehlte die Kraft


    Podium: Melchers, Ljungskog, Cooke


    Fotos: Roth
    "Ich kannte die Taktik der französischen Mannschaft nicht, ich war nicht eingeweiht. Ich wurde nicht eingeladen zur Mannschaftsbesprechung", sagte die immer leicht sauer wirkende Longo nach dem Rennen und verzog den Mund noch ein bißchen mehr als sonst.

    Longo hatte vor der zehnten und letzten 12,3km-Runde einen Vorsprung von 14 Sekunden, was im Normalfall nicht ausreichend gewesen wäre. Doch die Verfolgerinnen waren sich uneins und die Französin konnte wider Erwarten noch einnmal Hoffnung schöpfen, der Vorsprung vergrößerte sich wieder: vier Kilometer vor Schluss trennte Longo 17 Sekunden von der Verfolgergruppe, in der das deutsche Team durch die deutsche Meisterin Trixi Worrack (am Ende 16.) und Arndt vertreten war. Während Nicole Cooke, später Mirjam Melchers den Hauptteil der Verfolgung übernahmen, hielt sich die Schwedin Ljungskog auf den letzten Kilometern zurück und konnte so die entscheidenden Körner für den Sprint sparen. "Unsere Taktik war so, dass ich als Weltmeisterin die anderen machen lassen wollte. Daher habe ich nichts gemacht in der Verfolgung von Longo", sagte Ljungskog, für die das Pokerspiel erfolgreich verlief.

    "Ich habe vermutlich in der vorletzten Runde zuviel gearbeitet (in der Verfolgung)", sagte die drittplatzierte Nicole Cooke. "Als (Longo) attackierte, habe ich gedacht, dass die anderen Teams reagieren. Aber niemand wollte. Dann habe ich Tempo gemacht und versucht, die anderen zum mitfahren zu animieren." Mirjam Melchers meinte: "Wenn am letzten Berg niemand forciert hätte, hätte sie (Longo) gewonnen. Ich habe mich gut gefühlt, also habe ich Tempo gemacht. Dabei habe ich Kraft gelassen, klar, aber wenn ich mich bei der Verfolgung geschont hätte, wäre ich vermutlich auch nicht Weltmeisterin geworden."

    Ljungskog fuhr regungslos über die Ziellinie, aber das war nicht das zu ihrem Rennen passende Pokerface. Sie realisierte zunächst einfach gar nicht, dass sie knapp vor Mirjam Melchers war. "Ich war mir nicht im Klaren, wer gewonnen hat. Man hat's mir erst vor zwei Minuten erzählt", sagte die Schwedin in der Pressekonferenz. "Ich bin sehr happy, aber ich kann es eigentlich noch gar nicht glauben, dass ich wieder Weltmeisterin bin."

    Diesen Artikel versenden

    WM-Ergebnisse: Straßenrennen der Frauen



    Der Radsport-Shop




    Copyright © 1996-2003 by radsport-news.com
    Alle Rechte vorbehalten.
    shirtcity.de  -  CLICK YOUR SHIRT
    cycle24 - Geschenke und Zubehör rund ums Rad /Bike
    tipp.ag
    1 Million in bar sowie Mercedes SLK zu gewinnen!!!