66.Dortmunder Weihnachtspreis
Podlesch sieht sich nicht als Favorit
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16.12.02 (rsn) - Vor einem Jahr war
beim Dortmunder Weih- nachtspreis der Rheinländer Andreas Beikirch, der
in Westfalen längst den Status eines Lokalmatadors besitzt,
der umjubelte Sieger beim Weltpokal der Steher.
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Als Beikirch 40 Runden vor Schluss angriff, waren selbst erfahrene Männer wie Carsten
Podlesch oder Andreas Kappes geschlagen.
Diese sinnen auf Revanche, wenn am 2. Weihnachtstag in der Westfalenhalle der
Startschuss zur 66. Auflage des Großen Weihnachtspreises fällt.
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Ein Mann entwickelt besonders großen Ehrgeiz, sich den
"dicken Pott" zurückzuholen. Steher-Welt- und Europameister Carsten Podlesch, der unermüdliche Berliner,
hat die Niederlage des Vorjahres noch nicht vergessen. "Es hat mich
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Carsten Podlesch
Foto: Maik Märtin
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richtig geärgert. Immerhin ging es für mich um den sechsten Erfolg
in Dortmund", sagte Podlesch, der derzeit auch im Gelände
aktiv ist und sich auf die Querfeldein-DM im Januar
in Kleinmachnow bei Berlin vorbereitet.
Die Favoritenrolle beim Dortmunder Steher-Klassiker
weist der "Wiesenhof"-Profi daher von sich: "Beikirch und Kappes haben ihre
Sechstage-Form noch in den Beinen, während ich meine letzte Wettkampf-Serie in
Dortmund Anfang November beim Championat absolviert habe", meinte Podlesch,
der 1994, 1995, 1997, 1999 und 2000 den Weltpokal
gewann.
Die deutschen Favoriten Beikirch, Kappes, Podlesch
und Stefan Klare müssen auch auf einen Holländer aufpassen. Der kleine Danny Stam will 21
Jahre nachdem sein Vater Cees sein Abschiedsrennen in Dortmund bestritt,
endlich den Durchbruch hinter der Rolle schaffen, nachdem er bei den
Sixdays längst zu den Etablierten des Geschäfts gehört.
Beim Steher-Championat im Rahmen der Dortmunder Sixdays hatte auch
der Schweizer Peter Jörg angedeutet, dass hier ein ernstzunehmender Gegner heranwächst,
während der Gütersloher Stafan Klare nach einem Sturz wohl weit unter Wert
geschlagen wurde.
Ebenfalls ein Kandidat
für das Finale dürfte Stefan Steinweg sein. Der ehemalige Bahn-Weltmeister
gilt als Allrounder und dürfte mit seiner Kraft auch für die arrivierten Steher-Asse
durchaus gefährlich werden.
Doch für alle gilt es in Dortmund an Weihnachten zunächst einmal, sich für den Endlauf über 40 km zu qualifizieren.
Jeweils die ersten drei Fahrer der beiden Vorläufe über 15 km kommen weiter.
Den Dortmunder "Großen Weihnachtspreis",
der in den letzten Jahren immer weit mehr
als 10.000 Zuschauer anlockte, gibt es seit 1925. Bis
zum Zweiten Weltkrieg wurde alljährlich der heutige
Klassiker ausgefahren. Nachdem 1952 die im Krieg zerstörte
Westfalenhalle neuerbaut wurde, nahm man auch die Tradition der
einzigartigen Radsportveranstaltung wieder auf.
66. Großer Weihnachtspreis am 26. Dezember 2002
- Westfalenhalle Dortmund, Veranstaltungsbeginn: 16 Uhr
- Weltpokal der Steher - Die zwölf Teilnehmer:
Carsten Podlesch,
Stefan Klare,
Jan Richter,
Stefan Steinweg,
Andreas Kappes,
Andreas Beikirch,
Peter Jörg,
Laurent de Paoli,
Mario Vonhof,
Lubomir Mazel,
Raymond Rol ,
Danny Stam.
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