26.12.02 (rsn) - Andreas Beikirch konnte am zweiten Weihnachtstag seinen Vorjahressieg beim Weltpokal der Steher in
Dortmund wiederholen. 11.000 Zuschauer feierten nach
einem bis zum Schluß spannenden Rennen den Büttgener, der Anfang November
zusammen mit Andreas Kappes auch das Sechstagerennen in der Westfalenhalle gewann.
Den Zuschauern wurde bis zum Schluss Spannung pur geboten. Als angriffslustigster und
kämpferischster Fahrer erwies sich über weite Strecken des 40 Kilometer langen Finales der Schweizer Peter Jörg.
Er setzte sich schon früh an die Spitze, gefolgt vom Bielefelder Stefan Klare, dem durchaus Siegchancen
eingeräumt wurden. Diese beiden hielten das Tempo ständig am oberen Limit. Die Favoriten
Carsten Podlesch und Andy Beikirch ließ das aber kalt. Erst nach Hälfte des Rennens mischten
sie an der Spitze mit. Von diesem Moment an wechselte die Führung im Rundentakt. Nur Carsten Podlesch
lauerte da noch und beobachtete die ständig angreifenden Andreas Kappes, Andreas Beikirch und
Peter Jörg zurück. Erst 20 Runden vor dem Ende übernahm er die Spitze. Eine Vorentscheidung
war das allerdings noch längst nicht, schließlich befanden sich bis auf Danny Stam, noch alle Fahrer in einer Runde und wahrten so ihre Chance auf den Sieg.
Darüber wurde während der letzten zehn Runden dann endgültig entschieden. Carsten Podlesch und Andreas Kappes mischten sich beim Kampf um die Spitzenposition rundenlang gegenseitig auf, Andreas Beikirch kam als lachender Dritter von hinten förmlich vorbeigeflogen und wiederholte vor begeistertem Publikum seinen Erfolg aus dem Vorjahr. Zweiter wurde Carsten Podlesch, der nun in der Rangliste der erfolgreichsten Steher im "Großen Weihnachtspreis" die Führung vor dem Dortmunder Dieter Kemper inne hat. Andreas Kappes, der eingangs der Schlussrunde kurzfristig den Kontakt zu seinem Schrittmacher verlor, wurde Dritter.
Das Omnium der Asse wurde auch in diesem Jahr eine Angelegenheit des "Team Deutschland". Angeführt von Erik Zabel, machten es Rolf Aldag, Gerd Dörich, Jens Lehmann und Jan van Eijden spannend bis zum Schluss. Erst im abschließenden Dernyrennen konnten sie einen Rückstand von einem Punkt in einen Vorsprung umwandeln. Das Dernyrennen gewann Rolf Aldag vor Erik Zabel und Jimmy Madsen. Das reichte, um am Ende mit 67:66 Punkten auch diesmal den Sieg im Omnium einzufahren.
René Penno
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