"Telefónica" beendet Engagement
Spanien-Rundfahrt verliert Hauptsponsor
19.12.02 (rsn) - Die Krise im spanischen Profi-Radsport
hat nun auch die nationale Rundfahrt erreicht.
Die Organisatoren der Spanien-Rundfahrt müssen
einen neuen Hauptsponsor suchen.
Wie die Madrider Sportzeitung AS am Donnerstag berichtet,
beendet der Telefon-Riese "Telefónica" nach vier
Jahren sein Engagement.
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Der Ex-Monopolist Telefónica, Spaniens Pendant
zur Deutschen Telekom, hatte in den vergangenen Jahren
als Hauptsponsor und Trikotsponsor des Goldtrikots
inklusive Sachleistungen rund 3,7 Mio. Euro
zum Etat der Rundfahrt beigetragen.
Während die Vuelta-
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Foto: Roth
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Organisatoren noch hoffen,
dass der Konzern zumindest in eingeschränktem
Umfang Sponsor bleibt, plant Telefónica nach
Informationen von AS den kompletten Ausstieg.
Das spanische Unternehmen kämpft ähnlich wie
die Telekom mit hohen Schulden infolge der
Investitionen in die umstrittene UMTS-Technik.
Telefónica hatte sich in Deutschland an
der inzwischen zugemachten Firma "Quam" beteiligt
und dabei Milliarden verloren.
Der spanische Profi-Radsport steckt seit geraumer Zeit in
einer tiefen Krise. Teams wie Kelme haben Probleme,
die Gehälter zu zahlen. Bei der letzten Baskenland-Rundfahrt
fand man keinen Sponsor für das Leader-Trikot.
Rennen wie etwa die Galicien-Rundfahrt fielen
mangels Geldgebern ganz aus, gute Rennfahrer
müssen ihre Karriere beenden, weil
sie kein neues Team finden. Die Bank "Banesto" wird ihr Engagement bei
dem gleichnamigen Traditionsteam
am Ende der kommenden Saison beenden.
Der Ausstieg von Telefónica zeige, "dass nicht
nur die Teams und Rennfahrer von der Krise betroffen sind,
sondern wir alle", sagte Vuelta-Werbechef Manuel Diaz.
Die Rundfahrt sei aber nicht gefährdet.
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