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Präsentation der Spanien-Rundfahrt 2004
Auch ohne Pyrenäen eine Vuelta für Kletterer

MADRID, 17.12.03 (rsn) - Die 59. Spanien-Rundfahrt (4.-26.September 2004), die am Mittwoch von den Veranstaltern offiziell vorgestellt wurde, verspricht eine Angelegenheit für Kletterer zu werden, auch wenn sich dies erst auf den zweiten Blick erschließt bei einem Kurs mit vier Zeitfahr-Etappen. "Kein Angliru, kein Pandera, kein Lagos de Covadonga und keine Pyrenäen - und trotzdem ist es die bergigste Vuelta seit 25 Jahren", sagte Chef-Organisator Enrique Franco, der zum letzten Mal an der Spitze der nationalen Rundfahrt Spaniens stehen wird.

siehe auch...
  • Vuelta 2004: Die 21 Etappen
  • Die Vuelta 2004 beginnt mit einem 28km langen Mannschaftszeitfahren in Leon im Nordwesten Spaniens und endet drei Wochen und 3023km später mit einem Einzelzeitfahren in Madrid. Von den 21 Tagesabschnitten sind 11 Bergetappen, sieben mit Bergankünften. Insgesamt stehen 37 Berge im Profil, davon 4 der Ehrenkategorie und 13 der ersten Kategorie. Für die Rouleurs gibt es neben dem Teamzeitfahren zum Auftakt drei Einzelzeitfahren. Das erste bei der achten Etappe ist 41km lang und flach; das zweite (15.Etappe) ist ein echtes Bergzeitfahren über 29km zwischen Granada und der andalusischen Skistation Sierra Nevada (29 km). Der abschließende Kampf gegen die Uhr am letzten Tag über 30km in Madrid auf der Strecke, auf der 2005 die Straßen-WM statfindet, gehört dann wieder ganz den Zeitfahrspezialisten, die eine letzte Chance bekommen, Boden gegen die Kletterer gutzumachen.

    Drei schwere Bergetappen werden voraussichtlich über den Gesamtsieg der 59.Vuelta entscheiden: Die 12.Etappe am 16.September zwischen Almeria und der Bergankunft in Calar Alto (150 km), die 17.Etappe zwischen Plasencia und Covatilla (178 km) und die 20.Etappe zwischen Alcobendas und Navacerrada mit jeweils vier schweren Bergen. Für die Sprinter gibt es vom Papier her bei sechs Flach-Etappen Siegchancen.

    "Es ist eine Vuelta für Kletterer. Weniger Zeitfahr-kIlometer als letztes Jahr, dafür geht es mehr bergauf", sagte Johan Bruyneel von US Postal, das im vergangenen Jahr mit Roberto Heras den Vuelta-Sieger stellte. "Die Pyrenäen fehlen zwar", so Bruyneel weiter. "Aber es gibt dennoch Berge, die brauchen sich nicht hinter den Alpen zu verstecken. Ich denke, die Vuelta wird einer gewinnen, der noch frisch ist und nicht die Tour de France in den Beinen hat oder zumindest dort nicht um den Sieg mitgefahren ist", sagte Bruyneel im Hinblick auf Heras, der nach seinem Wechsel zu Liberty nicht mehr Helfer, sondern Team-Kapitän ist.

    "Das wird schwer, zumal mein Hauptziel die Tour de France sein wird", sagte Heras, der Vuelta-Gesamtsieger 2003 und 2000. "Das Bergzeitfahren wird die Schlüsseletappe. Die Abstände dort wiegen besonders schwer."

    Ehrung für Jimenez

    Bei der zehnten Etappe zwischen Alcoi und Xorret de Cati wird es eine spezielle Ehrung geben für den vor wenigen Wochen verstorbenen Kletter-Star José Maria Jimenez. Der Radprofi, der am 7.Dezember im Alter von 32 Jahren verstarb, hatte 1998 an gleicher Stelle einen seiner neun Vuelta-Etappensiege gefeiert.

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    Übersicht: Spanien-Rundfahrt




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