21.12.99 - In der spanischen Presse vom Dienstag wurde die am Vortag in Madrid
vorgestellte Spanien-Rundfahrt 2000 einhellig gefeiert als eine "eindrucksvolle" (AS)
und moderne Rundfahrt, die "mit frischem Wind ins 21. Jahrhundert geht" (ABC).
"Die nächste Ausgabe der Vuelta a España setzt wieder voll auf die
Berge in einem Streckenprofil, das die Spezialisten explosiv nennen", schrieb
die Sportzeitung "Marca" unter der Schlagzeile "Atemlose Vuelta".
Der Kommentator der Sportzeitung AS freute sich bereits ganz besonders
auf den wieder im Profil stehenden 23-Prozenter Anglirú:
"Der Anglirú stand in diesem Jahr (bei der Vuelta) früh auf
dem Programm und ließ noch Wünsche offen. Die Abstände
waren nicht riesig. Dadurch dass der Berg schon in der ersten Woche
anstand, hatten die Rennfahrer alle noch frische Kraft und die
Auswirkungen des 23 Prozent-Anstiegs waren nicht so wie erwartet.
Aber die Vuelta 2000 erreicht den Anglirú nachdem die Fahrer bereits
fast 2.000 Kilometer in den Beinen haben und das nach den Pyrenäen.
Das Rennen verspricht monumental zu werden."
In der Madrider Tageszeitung ABC hieß es:
"Die Vuelta betritt des 21. Jahrhundert mit einem frischen Wind.
Ein neuartiges Konzept wurde in Madrid vorgestellt. (...)
Die Verkürzung der Etappen steht in Zusammenhang mit
den Skandalen von 1998. Seit damals sind Organisatoren angehalten,
die Rennen nicht übertrieben lang zu machen und nicht weiter zu erschweren für die Rennfahrer.
(...) Die Gesamtlänge der Vuelta 2000 mit 2.933km beträgt
fast die Hälfte der bislang längsten Vuelta,
die 1941 insgesamt 4.441km lang war."
Auch die meisten Fahrer zeigten sich sehr angetan vom Layout der nächsten
Vuelta. Igor González de Galdeano (Vitalicio), in diesem Jahr überraschend
Zweiter hinter Jan Ullrich, sagte: "Die Vuelta 2000 ist sehr innovativ,
wegen der zwei Ruhetage, wegen der Strecke selbst, der Verringerung der Länge
und der Hereinnahme von mehr Bergen. Ich hoffe, ich kann meine letzte Saison bestätigen.
Ich habe gute Erinnerungen an Arcalis und mein erstes goldenes Trikot. Ich
hoffe, in Topform zur Vuelta zu kommen, sie ist mein Ziel Nummer 1 im kommenden Jahr."
Abraham Olano (ONCE) sagte, er erwarte ein "Radsport-Spektakel sondergleichen".
"Mir scheinen die Berge noch explosiver, weil die Etappen kürzer
sind. Dass die Rundfahrt mit einem Zeitfahren zu Ende geht,
kommt mir entgegen. Das Zeitfahren in Madrid hat jedoch zwei Berge,
womit die Organisatoren die Unterschiede zwischen Rouleurs wie mir und
den Bergspezialisten verringern wollten", so der Vueltasieger von 1998.