28.09.99 - Wenn Jan Ullrich im kommenden Jahr seinen
Vuelta-Sieg verteidigen will, wird er es nicht leicht haben. Die
Organisatoren der Spanien-Rundfahrt verloren keine Zeit und präsentierten
bereits gleich nach dem Ende der Vuelta 99 den Rohentwurf der Rundfahrt
des nächsten Jahres. Schon jetzt steht fest: Die 55. Ausgabe der Vuelta wird sehr schwer und spektakulär
werden.
"Die Vuelta 99 war die schwerste, die ich je gefahren bin", meinte Marcel Wüst,
der die Spanien-Rundfahrt zu seinen Lieblingsrennen zählt und
sie kennt wie kaum jemand. Schon nach den ersten Planungen steht fest,
dass die Vuelta 2000 genau so schwer werden wird. Vier, vielleicht auch wieder
fünf Bergankünfte wird es geben. Mit dabei der Alto de Anglirú,
der in diesem Jahr erstmals bei einem Radrennen auf dem Programm stand und
der mit seinen Rampen von 23 Prozent als der schwerste Berg im gesamten Profi-Radsport
gilt. Im kommenden Jahr soll der Anglirú, der in diesem Jahr am Ende
der achten Etappe anstand, erst in der dritten Vuelta-Woche gefahren werden und damit
noch selektiver werden, da die Fahrer bereits viele Kilometer in den Beinen haben.
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Die Vuelta a España 2000 wird eine Woche früher gestartet
als normalerweise. Bereits am 26. August geht es los, damit man den Olympischen Spielen
in Sydney nicht in die Quere kommt. Der frühe Beginn schafft auch neue
Probleme. August ist Urlaubszeit in Spanien und Ende August herrscht überall
im Land Rückreise-Verkehr. Damit es nicht zum Verkehrs- Chaos kommt, sollen
die ersten Vuelta-Etappen auf 30-50km langen Rundkursen ausgetragen werden.
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Spätsommer in Spanien: Die Vuelta gehört selbstverständlich dazu
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Derzeit prüft Unipublic, das Unternehmen, das die Vuelta organisiert, ob
zu Ehren des diesjährigen Vuelta-Zweiten Igor de Galdeano ein Abstecher
in dessen baskische Heimat gemacht wird. Wegen der problematischen politischen Situation
im unruhigen Baskenland ist die Spanien-Rundfahrt seit 1978 nicht mehr
im nach Unabhängigkeit strebenden Baskenland gewesen, nicht zuletzt aus Angst vor
Terroranschlägen. Möglicherweise wird das baskische Vitoria, die
Heimat von de Galdeano, im kommenden Jahr Etappenstadt.
Derzeit diskutieren die Organisatoren die Variante, die Rundfahrt
mit einem Zeitfahren in Madrid zu Ende gehen zu lassen und
auf die traditionelle "Ehrenrunde" zu verzichten. Fest steht unterdesses bereits,
dass Barcelona, wo in diesem Jahr die Fans wegen des Bummelstreiks der
verregneten 14. Etappe sehr enttäuscht wurden, wieder Etappenziel wird.
Der Montjuic, wegen dessen Gefährlichkeit der Streik entstanden war, wird
jedoch nicht auf dem Programm stehen.
Die Vuelta 2000 wird am 26. August mit einem Prolog im andalusischen Malaga
beginnen. Zu Ende geht die Rundfahrt drei Wochen später am 17. September in Madrid.