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Virenque neun Monate gesperrt
Richard Virenque will seine Karriere fortsetzen
Gesperrt bis 31. Oktober / Längere Sperre als die anderen Ex-Festina-Profis

29.12.00 (rsn) - Der Schweizer Radsportverband hat am Freitag Richard Virenque, der während des Strafprozesses in der Festina-Affäre Doping zugegeben hatte, mit einer neunmonatigen Sperre belegt, die nach der Winterpause am 1. Februar zu laufen beginnt. Der französische Radstar wird damit in der Saison 2001 keine Rennen fahren können. Virenque kündigte dennoch an, er wolle
weitermachen. "Richard hat den Willen wieder aufzustehen und seine Karriere fortzusetzen", sagte Virenque-Manager Eric Boyer.

"Richard ist sehr enttäuscht von der Entscheidung (der Disziplinar- kommission des Schweizer Radsportverbandes) und er hält dieses Urteil für hart. Aber er hat den Willen weiterzumachen und seine Karriere fortzusetzen nach
Hintergrund
  • Wie König Richard bei Festina herrschte
  • Virenque gibt erstmals Doping zu
  • Wie alles begann: 8. Juli 1998
  • Festina ausgeschlossen von der Tour 98
  • Chronologie der Ereignisse: 8.-16.Juli 1998
  • Tour am Abgrund: Festina-Fahrer "gestehen"
  • Sperren für "geständige" Zülle und Co.
  • "Du Bastard wärst jetzt tot..."
  • Wie bei Festina Doping organisiert wurde
  • Die Urteile: Freispruch für Virenque
    Übersicht: Die Festina-Affäre
  • der Sperre. Richard hat einen sehr starken Willen, im Kopf ist er sehr stark", so Ex-Profi Boyer, der den 31 Jahre alten Virenque seit kurzem betreut (RADSPORT-NEWS.COM berichtete). Virenque, dessen bisheriges Team Polti aufhörte, hatte keinen Arbeitgeber gefunden für die nächste Saison. Bei angemessenen Gehaltforderungen dürfte der fünfmalige Bergkönig der Tour de France jedoch kein so großes Problem haben, im übernächsten Jahr dann wieder einen Rennstall zu finden. Mit 31 Jahren ist der Südfranzose noch im besten Radsportalter und immer noch einer der besten Kletterspezialisten der Welt. Boyer kündigte an, er werde demnächst wieder bei den Sportdirektoren der Profiteams die "Fühler austrecken" und sie wissen lassen, dass Virenque "im Kopf immer noch ein Rennfahrer" ist.

    Die Disziplinarkommission des Schweizer Radsportverbandes hatte Richard Virenque am Freitagmorgen in einer einstimmigen Entscheidung für neun Monate gesperrt. Außerdem verhängte der Verband gegen den in der Nähe von Genf lebenden und unter schweizer Lizenz fahrenden Virenque eine Geldstrafe in Höhe von 4.000 Schweizer Franken (2.600 Euro). Ferner hat der Radprofi die Kosten des Verfahrens in Höhe von 2.000 Schweizer Franken zu tragen. Virenque war am 18. Dezember von der Schweizer Disziplinarkommission gehört worden. Dabei bestritt er die Dopingvorwürfe, die er bereits in Lille zugegeben hatte, nicht.

    Gegen die Entscheidung, die der Verwaltungsdirektor des Schweizer Verbandes, Walter Leibundgut, am Freitagmittag in Bern verkündete, können der Rennfahrer und der Weltverband UCI innerhalb von 21 Tagen schriftlich Widerspruch einlegen. Dann entscheidet als Berufungsinstanz der internationale Sportgerichtshof Tribunal arbitral du sport (TAS) in Lausanne. Virenques Manager Boyer sagte, es sei "sehr wahrscheinlich", dass man gegen die "sehr harte Entscheidung" bei der TAS in Berufung gehen werde. Leibundgut sprach von einem "ordentlichen Verfahren ohne jeglichen Druck von der UCI oder dem Rennfahrer". Nur ein paar Fans hätten mit Briefen und E-Mails Einfluss zu nehmen versucht.

    Die gegen Virenque ausgesprochene Sperre ist höher als die gegen seine ehemaligen Festina-Teamkollegen. Virenques ehemaliger Mannschafts-Kollege Zülle hatte sein Doping- Geständnis mit weiteren Festina-Fahrern in Polizei-Verhören abgelegt, nachdem das Team von der Tour de France 1998 ausgeschlossen worden war. Die Sperre der Schweizer Profis Zülle, Laurent Dufaux und Armin Meier war vor zwei Jahren von der UCI um einen Monat verringert worden von acht auf sieben Monate.

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    28.12.00 Dopingfall Virenque: Schweizer Verband entscheidet am Freitagmorgen
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    04.12.00 Trotz drohender Dopingsperre: Virenque macht Zukunftspläne
    30.11.00 Virenque droht Dopingsperre: Verband entscheidet Mitte Dezember




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