15.12.99 - Der belgische Radprofi Frank Vandenbroucke
will gegen seinen vormaligen Arbeitgeber, den französischen Rennstall
"Cofidis" juristisch vorgehen. Dies bestätigte Vandenbrouckes
Managementfirma "Sport et Entertainment Management" (SEM) am Mittwoch in
einem Statement.
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Vandenbroucke hatte vor wenigen Wochen erklärt, er werde
trotz gültigen Vertrags Cofidis verlassen wegen dessen angeblich
treuwidrigem Verhalten im Zusammenhang mit der Suspendierung Vandenbrouckes
im Frühjahr diesen Jahres, als der 25-jährige wegen
seinen Kontakten zu einem dubiosen Heilpraktiker unter dringenden Dopingverdacht
geraten war. Später war "VDB" wieder rehabilitiert worden, als
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herausstellte, dass an den Dopingvorwürfen nichts dran war.
Jetzt kündigte SEM an, Vandenbroucke werde Cofidis auf Schadenersatz verklagen
wegen den "ernsten Fehlern seines vormaligen Arbeitgebers Cofidis Compétition",
Er habe diese Entscheidung getroffen, nachdem "die Beteiligten
nicht zu einer informellen Vereinbarung gekommen sind", so das Statement.
Am 1. Dezember hatten Vandenbrouckes Manager angekündigt,
der Radstar werde Cofidis sofort verlassen und man wolle
Schadenersatzforderungen erheben wegen der Suspendierung
von Vandenbroucke zwischen dem 10. Mai und dem 29. Juli.
Zum Zeitpunkt des Beginns der teaminternen Sperre hatte
Lüttich- Bastogne - Lüttich-Sieger Vandenbroucke die Spitzenposition im
Weltcup belegt.