Index
News-Übersicht
Ergebnisse
Teams
Rennkalender
Features

Tour de France
Giro d'Italia
Vuelta a Espana
Deutschland-Tour
Weltcup
UCI-Rangliste

Suche






Renn-Szene
UCI-Chef: Vandenbroucke hat keinen Charakter

27.12.99 - Der Präsident des internationalen Radsportver- bands Union cycliste internationale (UCI), Hein Verbruggen, will die einseitige Vertragsauflösung durch Frank Vandenbroucke, der seinem bisherigen Rennstall Cofidis "Respektlosigkeit" vorwirft, nicht anerkennen. "Die UCI wird nicht erlauben, dass Vandenbroucke bei einem anderen Team unterschreibt", so Verbruggen in einem Interview mit der französischen Sportzeitung L'Equipe.

Verbruggen sagte, die UCI werde den Vertragsbruch von Vandenbroucke auf keinen Fall anerkennen, räumte aber ein, dass möglicherweise die Vertragsauflösung nach belgischem Recht dennoch rechtens sein könnte. "In einigen Ländern, wie etwa
Belgien und Spanien, ist eine Vertragsauflösung mittels Ausgleichszahlungen vorgesehen", so der UCI-Präsident, der jedoch ankündigte, dass Vandenbroucke in jedem Falle "ohne seine UCI-Weltranglistenpunkte zu einem anderen Team geht".

Verbruggen wies darauf hin, dass Frank Vandenbroucke bereits seinen allerersten Profivertrag mit dem belgischen Lotto-Team 1995 nach wenigen Monaten in ähnlicher Weise kündigte und damals im Mai 95 zu Mapei ging. "Diese Geschichte zeigt den Charakter dieser Person", so der Präsident des Welt-Radsportverbands.


Hein Verbruggen
  Frank Vandenbroucke hatte am 1. Dezember durch seine Managementfirma "Sports et Entertainement Management" erklären lassen, er werde mit sofortiger Wirkung seinen Cofidis-Rennstall verlassen. "VDB" warf der völlig überraschten Teamleitung vor, man habe ihn im Mai im Zusammenhang mit seiner Suspendierung nach einem Dopingverdacht "respektlos" behandelt und Cofidis habe damals "elementare Rechtsprinzipien" verletzt. Beobachter sahen den wahren Grund der
"Kündigung" eher darin, dass Vandenbroucke, der etwa bei der Tour de France 2000 große Ziele hat, in ein stärkeres Team wechseln wollte. Bisher war der Lüttich- Bastogne - Lüttich-Sieger bei der Suche nach einem neuem Rennstall noch nicht erfolgreich. Verhandlungen mit dem neuen italienischen GS-I-Team "Fassa Bortolo" von Sportdirektor Giancarlo Ferretti scheiterten an den hohen finanziellen Forderungen des 25-jährigen belgischen Radstars.

Einen Wechsel Vandenbrouckes zum spanischen ONCE-Team, das von Beginn an als neue Mannschaft des Belgiers im Gespräch war, schloß UCI-Präsident Verbruggen in dem L'Equipe-Interview aus: "(ONCE-Sportdirektor) Manolo Saiz wird ihn nicht holen."

Mehr zu Frank Vandenbroucke:

17.12.99 Vandenbroucke nicht zu "Fassa Bortolo"
15.12.99 Vandenbroucke verklagt Cofidis
09.12.99 Ferretti: "Geld für Vandenbroucke ist da"
07.12.99 "Fassa Bortolo" interessiert an Vandenbroucke
02.12.99 Weiteres Rätselraten um Vandenbrouckes Zukunft
01.12.99 Vandenbroucke jetzt zu ONCE? - Cofidis kündigt Klage an
01.12.99 Frank Vandenbroucke verlässt Cofidis
29.11.99 Belgische Radveteranen ehren Vandenbroucke
26.10.99 Vandenbroucke fuhr WM mit gebrochene Händen
25.10.99 Vandenbroucke bleibt bei Cofidis
23.06.99 Frank Vandenbroucke voll rehabilitiert - Cofidis hebt Suspendierung auf
18.06.99 Frank Vandenbroucke von Doping-Verdacht befreit
11.05.99 Frank Vandenbroucke unter Dopingverdacht: "Ich war naiv, aber ich habe nicht betrogen"
10.05.99 Cofidis suspendiert Vandenbroucke und Gaumont
09.05.99 Dopinghandel : Französische Radprofis unter Anklage
08.05.99 Großangelegte Polizei-Aktion erschüttert den französischen Sport
20.04.99 Triumphaler Empfang für Lüttich-Sieger Frank Vandenbroucke
18.04.99 L-B-L: Vandenbroucke besteht seine Meisterprüfung







Copyright © 1996-1999 by RADSPORT-NEWS.COM
Alle Rechte vorbehalten.
www.radsport-news.com