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01.03.01 (rsn) - Der Baske Davide Etxebarria holte am Donnerstag den ersten
Saisonsieg für seinen neuen Rennstall "Euskaltel" bei
der dritten Etappe der Valencia-Rundfahrt über
149,5 km zwischen Denia und Benidorm. Der Schweizer Alex Zülle (Coast)
büßte aufgrund einer Unacht- samkeit in
einer langen Abfahrt, als er den An-
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schluß an eine kleine
Spitzengruppe verpasste, seinen dritten Rang im Gesamtklassement
ein. Coast-Sportdirektor Wolfram Lindner blieb gelassen:
"Morgen ist die Königsetappe, da wird das Ergebnis gemacht."
Etxebarria gewann die Etappe im Sprint einer
siebenköpfigen Spitzengruppe vor dem Spanier Aitor Gonzalez (Kelme)
und dem Holländer Erik Dekker (Rabobank).
Im Gesamtklassement verteidigte Michael Boogerd (Rabobank),
der die Auftaktetappe am Dienstag gewann, die Führung
vor dem Schweizer Fabian Jeker (Maia) und dem Italiener Leonardo Piepoli (Banesto).
Coast-Kapitän Alex Zülle verlor seinen dritten Gesamtrang und rutschte auf Platz 33 ab, hat allerdings auch nur 40 Sekunden Rückstand
auf Boogerd und somit auch noch durchaus Siegchancen, zumal
der Schweizer ein ausgezeichneter Zeitfahrer ist und die Rundfahrt am
Samstag mit einem Kampf gegen die Uhr endet.
Zülle hatte am Donnerstag nicht aufgepasst, als in einer
schnellen und langen, gewundenen Abfahrt das Feld auseinanderriss.
Während sich Zülle noch die Zeitungen unters Trikot stopfte,
waren vorne Boogerd und Co. schon weg. "Das passiert
schon mal, das sind ganz normale Dinge. Natürlich hat
er sich aber darüber auch ein bißchen geärgert", kommentierte
Coast-Teamchef Lindner die Situation. "Aber morgen bei der
Königsteappe und beim Zeitfahren am Schluss wird das Ergebnis
gemacht. Wir werden was versuchen."
Die dritte Etappe war lange von der Flucht einer achtköpfigen
Fluchtgruppe, angeführt vom Kelme-Trio
Pascual Llorente, Juan de los Angeles und Jesus Maria Manzano
geprägt worden. Die Kelme-Fahrer hatten sich vorgenommen,
zu Ehren ihres verstorbenen Teamkollegen Ricardo Ochoa,
der vor zwei Wochen bei einem Verkehrsunfall ums Leben
kam, eine Etappe zu gewinnen. Doch die Rabobank.Mannschaft
um Boogerd und den frischgebackenen Ruta del Sol-Sieger Dekker
führten eine Verfolgergruppe wieder heran und
12km vor dem Ziel waren die Ausreißer gestellt.
Am Schluss versuchte es Gonzalez noch einmal mit einer Atacke,
doch kurz vor der Ziellinie ging Etxebarria noch vorbei.
Am Freitag folgt eine ganz schwere Bergetappe.
bei dem 147,2km langen Teilstück zwischen Benidorm und
der Bergankunft am Campello (1.Kategorie)
sind vor dem Schlussanstieg noch der Portixol (2.Kat.), der Finestrat (3.kat)
und der Tudons (1.Kat.) zu bezwingen.
Einen Kletterspezialisten wird man am Freitag vermutlich nicht vorne sehen:
Marco Pantani, der bei der Valenciana sein
Saisondebüt gibt, fuhr auch am Donnerstag wieder
weit hinterher und verlor 17 Minuten. Das ist zwar
nicht weiter tragisch oder sogar ganz normal zu diesem Saisonzeitpunkt
bei einer in diesem Jahr so schweren Valencia-Rundfahrt.
Die internationalen Schlagzeilen ("Pantani fährt hinterher") sind dennoch nicht schön anzusehen.
Jan Ullrich, der im heimischen Merdingen trainiert, wird froh sein, dass er kurzfristig verzichtete,
nachdem er das Profil der Valenciana sah...