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59.Valencia-Rundfahrt
Zabel weiter auf Siegesstrasse Richtung San Remo
Pevenage sauer: "Valencia-Rundfahrt wurde unverantwortlich schwer gemacht"

28.02.01 (rsn) - "Eigentlich wollten wir auch im Gesamtklassement etwas versuchen, aber nachdem Andreas Klöden wegen seiner Grippe ja leider absagen musste, war die relativ flache Etappe heute unsere einzige Chance bei der Valencia-Rundfahrt. Und das hat Erik Zabel und seine Mannschaft wieder super gemacht", freute sich Telekom-Sportdirektor Rudy Pevenage, nachdem Zabel am Mittwoch bei der zweiten
Etappe zwischen Sagunto und Denia (179,5km) sich im Sprint durchsetzte und seinen fünften (!) Saisonsieg feierte.

Die Etappe am Mittwoch war mit zwei Anstiegen der dritten Kategorie der flachste Tagesabschnitt der Valencia-Rundfahrt, bei der es am Donnerstag und Freitag echte Kletteretappen gibt. "Das ist für eine Vorbereitungs-Rundfahrt im Februar unverantwortlich schwer", sagte Telekom-Teamchef Pevenage gegenüber RADSPORT-NEWS.COM. "Am Freitag geht es zwei Mal über 1.200 Meter Höhe. Alle Organisatoren wollen ihre Rennen immer schwerer machen, früher war die Valenciana mal ein flaches Rennen."

Das schwere Profil der diesjährigen Valencia-Rundfahrt ist auch der Grund dafür, dass Jan Ullrich seinen Start erst zu-, dann wieder absagte. Pevenage: "Wir haben erst kurz vor dem Rennen die Informationen über die Strecke bekommen. Als wir Jan gemeldet haben, wussten wir nicht, wie schwer das Rennen wird. Als ich das Profil sah, war sofort klar, dass das als Vorbereitungsrennen (für Ullrich) nicht taugt."

Erik Zabel gewann am Mittwoch in Denia vor Biagio Conte (Saeco) und George Hincapie (US Postal), nachdem Telekom und Rabobank das Fluchtduo German Nieto und Fabio Roscioli, die bereits bei KM 13 ausgerissen waren, gestellt hatten. Gianmatteo Fagnini hatte abermals perfekt den Sprint vorbereitet für Zabel. Der dreifache Mailand-San Remo-Sieger ist weiterhin in so tadelloser Form, dass Zabel im Hinblick auf die Classicissima am 24. März inzwischen schon aufpassen muss, nicht zu früh einen (ersten) Formhöhepunkt zu erreichen. Die schweren weiteren Etappen der Valencia-Rundfahrt wird Zabel locker "als Training" (Pevenage) fahren.

Unterdessen fuhr Marco Pantani, der bei der Valenciana sein Saisondebüt gibt, am Mittwoch wie bereits am Vortag weit hinterher. Der Italiener verlor bei der zweiten Etappe elf Minuten. "Der Rückstand jetzt ist völlig unwichtig", kommentierte Pevenage die Leistung von Pantani. "Wer den Giro oder die Tour gewinnen will, der darf jetzt noch gar nicht in Topform sein. Wer von Februar bis Oktober gewinnen will, der muss ein Super-Mann sein." Oder eben Erik Zabel heißen...

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