27.02.99 -
Der Kasache Alexandre Vinokourov (Casino) gewann am Samstag die "Vuelta a Valencia".
Der 25-jährige, der das Leader-Trikot nach der dritten Etappe zum ersten Mal übergestreift hatte,
sicherte sich den Sieg mit einer überzeugenden Leistung
beim abschließenden Zeitfahren über 13 Kilometer mit Start und Ziel im Badeort Benidorm.
Beim Rennen gegen die Uhr zum Abschluß der diesjährigen Valencia-Rundfahrt
war Vinokourov der schnellste. Zweiter wurde Wladimir Belli (Festina), der sich damit auch
in der Gesamtwertung auf Rang 2 schob, vor dem spanischen Altmeister Melchior Mauri (u.a. Vuelta-Sieger
1991), der in diesem Jahr für den kleinen portugiesischen Rennstall "Benfica" fährt,
der von dem gleichnamigen Lissabonner Fußball-Club gesponsort wird.
Alexandre Vinokourov, von Hause aus Sprintspezialist, ist 25 Jahre alt und war im vergangenen Jahr der mit Abstand
beste Neoprofi des Jahres. U.a. gewann der Kasache, der in St. Etienne lebt, im letzten Jahr die
"Vier Tage von Dünkirchen". In der Siegerliste von Valencia folgt der Casino-Profi
einem Teamkollegen: 1998 gewann der Franzose Pascal Chanteur die Vuelta a Valencia.
Die erste Halbetappe am Samstag morgen über 71km von Calpe nach Benidorm hatte unterdessen der
Italiener Stefano Zanini (Mapei) gewonnen im Sprint vor Nicola Minali (Cantina Tollo) und
dem jungen Neopro Manuel Sanroma (Fuenlabrada), der als die größte
Entdeckung der Valencia-Rundfahrt gelten muß. Der erst 21-jährige Sprinter hatte
in beeindruckender Weise die erste Etappe des Rennens gegen den großen Mario Cipollini gewonnen.