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Team Telekom
Ullrich trainiert schon wieder, Aldag operiert
31.05.99 -
Jan Ullrich (Telekom), der am Sonntag bei der dritten Etappe der Deutschland-Rundfahrt schwer gestürzt
war, reiste am Montag morgen vom Etappenort Bielefeld nach Freiburg, wo er sich in der Uni-Klinik
vorsichtshalber noch einmal gründlich untersuchen lassen wird. Doch jetzt schon
ist klar, daß Ullrich bei dem spektakulär aussehenden Sturz glimpflich davonkam.
Am Samstag bereits wird der Tourfavorit beim "Classique des Alpes" wieder ein Rennen bestreiten.
Ullrichs Teamkollegen Rolf Aldag, der in den selben Sturz verwickelt war, erwischte es dagegen
schlimm: der Ahlener zog sich einen komplizierten Ellbogen-Bruch zu.
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Ullrich war am Sonntag beim dritten Tagesabschnitt der Deutschland-Tour zwischen Goslar und Bielefeld
30km vor dem Ziel schwer gestürzt, nachdem er bei Tempo 50km/h seinen Teamkollegen Udo
Bölts am Hinterrad touchierte.
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Ullrichs weiteres Rennprogramm:
Classique des Alpes (5. Juni)
Dauphiné Libéré (6.-13.06.)
Tour de Suisse (15.-24.06.)
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Ullrich schlug bei dem Sturz mit Schulter und Kopf voll
auf dem Asphalt auf und zog sich dabei eine Platzwunde am Kopf zu. Auf der Straße war eine
Blutlache zu sehen, sodaß zunächst das Schlimmste befürchtete werden mußte.
Doch der Sturz von Ullrich sah viel schlimmer aus, als er tatsächlich war. Im Krankenhaus,
wohin er sofort gebracht wurde, stellte sich heraus, daß sich der 25-jährige nicht
ernsthaft verletzt hatte. Die Platzwunde am Kopf wurde genäht und bereits nach kurzer Zeit konnte
er das Krankenhaus verlassen. Neben der Platzwunde erlitt Ullrich nur Schürfwunden an der Schulter
sowie ein Schleudertrauma. "So wie es heute morgen aussah, wird Ullrich heute schon wieder kurz
trainieren können und ab morgen dann wieder richtig", erklärte Telekom-Teamsprecher Matthias Schumann
am Montag gegenüber RADSPORT-NEWS.COM. Ullrichs Start beim Alpenklassiker (5.Juni/Kat.1.1)
ist nicht gefährdet.
Pechvogel Aldag
Rolf Aldag hatte indes kein Glück. Der 30-jährige, der zur Zeit des Sturzes am Sonntag das
Leader-Trikot der Deutschland-Tour trug, hatte sich sensationell mit einem gebrochenen Ellenbogen
irgendwie bis ins Ziel gequält, ohne Zeit zu verlieren. Doch im Ziel in Bielefeld
stand dann das Aus für Aldag fest: Im Krankenhaus von Bielefeld diagnostizierte man eine komplizierte
Ellbogen-Fraktur. Noch am gleichen Abend ließ sich der Westfale ins heimische Hamm transportieren,
wo er sofort bei lokaler Betäubung operiert wurde. Die Ärzte "verdrahteten" Aldags
Ellbogengelenk und er wird lange ausfallen. Bis Ende der Woche wird er im Krankenhaus bleiben müssen.
Sein Start bei der Tour de France ist
"nicht wahrscheinlich", wie Telekom-Teamarzt Dr. Lothar Heinrich sagte.
Besonders bitter ist für Aldag, der vor wenigen Tagen die Bayern-Rundfahrt gewann und zuletzt in
sehr guter Form war, daß ihm erst vor Monaten die Hüftschraube entfernt wurde, die ihm
nach seinem bösen Unfall im Januar 1998 eingesetzt worden war.
Und nun hat er schon wieder Metall an einem Knochen.
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