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Tour de France
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Ullrich: "Einstieg war für mich optimal" "Kap der guten Hoffnung" für deutsche Radprofis
Am Kap wuchs die Hoffnung auf eine gute
Saison. «Der Einstieg in Südafrika war für mich optimal. Ich denke,
ich bin weiter als im Vorjahr zur selben Zeit.» So lautete Jan
Ullrichs erste Bilanz nach der am Samstag nach neun Tagen und 1 017
Km zu Ende gegangenen Vodacom-Rapport-Tour, die der Telekom-Kapitän
33:06 Minuten hinter dem Gesamtsieger Tobias Steinhauser (Gerolsteiner)
beendete. Am 1. März startet der Toursieger von 1997 bei
der Murcia-Rundfahrt in Spanien sein erstes Rennen in Europa und
leitet damit den Countdown für das erste Weltcup-Rennen am 18. März
(Mailand-San Remo) ein.
Das Vorjahr hatte für Ullrich bei der Mallorca-Rundfahrt, bei der
er der Konkurrenz hinterher hechelte, mit einer Serie von Infekten
und Verletzungen begonnen. In dieser Saison will er zum ersten Mal
seit 1997 Erik Zabel wieder wirksam unterstützen, den
Eröffnungsklassiker an der Blumenriviera in San Remo zum dritten Mal
zu gewinnen. «96 und 97 war ich im Finale dabei. Das will ich in
diesem Jahr auch schaffen», sagte Ullrich, der die beiden vergangenen
Jahre auf Mailand-San Remo wegen indiskutabler Form verzichten
musste. Den letzten Schliff für den Weltcup-Auftakt will sich der 26-
Jährige an Zabels Seite
Auf der 8. und letzten Etappe der Vodacom-Tour, einem Rundkurs
über 64 Km, hatte sich am Samstag in Kapstadt der Cottbuser Olaf
Pollack durchgesetzt, der schon den Prolog gewonnen hatte. Ullrich,
der am Vortag in einer Ausreißergruppe zum ersten Mal richtig «Gas»
gegeben hatte («Das war ein kleiner Test, der gut verlief»),
erreichte das Ziel im Hauptfeld. Auf dieser 7. Etappe war es zu einem
Zwischenfall gekommen, als sich der italienische Straßenmeister
Salvatore Commesso (Saeco) zu einer Boxeinlage gegen den Bonner Torsten
Schmidt vom Team Gerolsteiner hinreißen ließ und dafür prompt von der
Rundfahrt ausgeschlossen wurde.
Das vom Ex-Profi Rolf Gölz geführte Gerolsteiner-Team war bei der
Südafrika-Tour, die vom Weltverband UCI wie die Bayern-Rundfahrt
bewertet wird, der große Gewinner. Die GS II-Mannschaft gewann drei
Etappen und stellte wie im Vorjahr (Olympiasieger Michael Rich) mit
dem 28-jährigen Allgäuer Schmied Steinhauser den Träger des Gelben
Trikots, der den Telekomfahrer Alberto Elli aus Italien (1:45 Minuten
zurück) auf den zweiten Platz verwies.
Andreas Zellmer, dpa
Ergebnisse Vodacom Rapport Tour 2000
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