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Tour de France
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Telekom: Polizeischutz beim Training Für Ullrich beginnt die Saison am Freitag in Südafrika
Die Hürden für Ullrich, der den Winter wohl besser überstanden hat
als in den vergangenen beiden Jahren und sich bedenkenlos auf die
Waage traut, sind noch nicht sehr hoch. «Die neun Tage werden auf
hügeligem Terrain sicher auch anstrengend werden,
Auch beim 30 Km langen Einzelzeitfahren der 3. Etappe wird von dem
Spezialisten aus Merdingen noch nicht all zu viel zu erwarten sein.
«Seine WM-Form hat er noch nicht und wir haben auch gar keine extra
Zeitfahr-Maschine mit», sagte Pevenage, der für seinen Musterschüler
Ullrich mit der Tour, der Spanien-Rundfahrt und Olympia drei Termine
im Kalender 2000 rot angestrichen hat.
Nach Trainingslagern auf Fuerteventura und Mallorca sei Ullrichs
Motivation laut Pevenage zuletzt «unten» gewesen «Er konnte wegen
des schlechten Wetters nur auf der Rolle trainieren.» Die Laune des
Zeitfahr-Weltmeisters besserte sich aber merklich seit der Landung
vor einer Woche in Südafrika. «Temperaturen knapp unter 30 Grad,
Super-Hotel, alles perfekt», schilderte Pevenage die Umstände am Kap,
wo sich Alberto Elli (Italien), Udo Bölts (Heltersberg) und Danilo
Hondo (Cottbus) schon fast in Topform präsentieren wollen.
Eine Steigerung gegenüber dem Saisoneinstand 1999 sollte Ullrich
nicht schwer fallen. Vor Jahresfrist griff der 26-Jährige bei der
Mallorca-Rundfahrt als 102. in Puerto de Soller mit 17:56 Minuten
Rückstand auf den Tagessieger ins internationale Wettkampfgeschehen
ein. Mit diesem Fehlstart schien Ullrich ein persönliches Krisenjahr
eingeleitet zu haben, das durch den Vuelta- und WM-Erfolg im Herbst
allerdings mit einem sensationellen Comeback endete und den Tour-
Verzicht vergessen machte.
Pantani will seine Giro-Demission wegen verdächtig hoher Blutwerte
vergessen machen und verschrieb sich für 2000 ein Marathon-Programm.
Der charismatische Glatzkopf, der weiter Doping leugnet, will beim
Giro, der Tour, Vuelta und Olympia möglichst die erste Geige spielen.
Der Hobby-Chansonnier legt nach seinem Verzicht diesmal wieder sein
Hauptaugenmerk auf die Tour, bei der er Ullrich 1998 keine Chance
ließ.
Trotz abträglicher Meldungen bleibt der Radsport offensichtlich
weiter attraktiv. In Italien, wo Doping-Untersuchungen vor allem auf
staatlicher Ebene immer wieder Erschreckendes zu Tage fördern, werden
in diesem Jahr 17 Sportgruppen mit einem Gesamtvolumen von rund 100
Millionen Mark finanziert. In Frankreich hat der Tour-Skandal von
1998 nur geringe Spuren hinterlassen - die Zahl der Teams ist
deutlich angewachsen. In Europa und Nordamerika sind 90 Profi-
Mannschaften in drei Divisionen lizenziert.
Andreas Zellmer, dpa
Etappen-Vorschau: Vodacom-Rapport-Tour 2000 |