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Tour de France |
Ullrich unbeeindruckt von Vortagessturz Ludwig: "Jan hat jetzt Gewissheit, wo er steht"
Sieger des zweiten Tagesabschnittes wurde der
Italiener Nicola Loda, der 500 m vor dem Finish einen langen Spurt
erfolgreich anzog. Die Gesamtwertung führt der Australier Stuart
O'Grady an.
«Jan hat jetzt Gewissheit, wo er steht. Das ist ein erstes
Zeichen, das ihn zuversichtlich stimmt», kommentierte Telekom-
Sprecher Olaf Ludwig die Leistung von Ullrich, der erstmals nach zwei
Monaten Wettkampfpause wieder eine Rundfahrt bestreitet. Während 20
Profis schon auf den ersten 110 km mit drei Bergwertungen den
Anschluss verloren, blieb Ullrich auch bei starkem Wind und teilweise
Regen stets im Vorderfeld.
Auch aus Stürzen, bei denen unter anderen Zeitfahr-Spezialist
Chris Boardman (Großbritannien) beteiligt war, hielt sich der
Telekom-Star diesmal heraus. Der leichte Unfall auf der Anfangsetappe
blieb ohne Folgen. «Er ist fast aus dem Stand gestürzt und hat
lediglich eine leichte Schürfwunde am Wadenbeinköpfchen», erklärte
Telekom-Teamarzt Lothar Heinrich, der den Tour-Sieger von 1997 bei
seinem Comeback betreut.
Vor großen Erwartungen allerdings warnte der Arzt. Beim Zeitfahren
am Freitag über 26 km gehe es für den im Aufbau befindlichen
Weltmeister im Zeitfahren in erster Linie darum, die richtige
aerodynamische Position auf dem Rad zu finden. «Er soll nicht volle
Kraft fahren und die Sache locker angehen lassen», meinte Heinrich.
Obwohl die «Königsetappe» mit sieben Anstiegen erst am Samstag
folgt, wertete Ludwig den Einstand des Telekom-Kapitäns als «gutes
Zeichen» auf dem Weg in Richtung Tour de France. Es seien «viele
Leute schon abgehängt worden, Jan nicht». In die Entscheidung um den
Etappensieg konnte der 26-jährige erwartungsgemäß jedoch nicht
eingreifen. Tagessieger Loda setzte sich gegen O'Grady und den
Italiener Giovanni Lombardi durch. (dpa)
15.05.00 Tour-Countdown für Telekom-Star Ullrich beginnt |