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Tour de France |
Klöden Kapitän bei der Vuelta? Ullrich bestätigt Comeback am 16. Mai
«Ich bin am Start der Midi-Libre-Rundfahrt, auch wenn ich weiß,
dass ich dort nicht gewinnen kann», sagte Ullrich, der am 15. März
sein letztes Rennen bestritten hatte und in Folge zweier Infekte
danach kein Rennen mehr fuhr. Bei der schweren Etappenfahrt in
Südfrankreich wird Ullrich in der übernächsten Woche auch auf Tour-
Sieger Lance Armstrong (USA) treffen.
Der 26-jährige Telekom-Kapitän, noch leicht übergewichtig, hofft,
rechtzeitig zu seinem ersten großen Saisonhöhepunkt, der Tour de
France, in Form zu sein. «Es geht hier von Tag zu Tag besser. Wenn
ich nicht wieder krank werde, bin ich optimistisch, rechtzeitig zur
Tour fit zu sein», sagte der Sieger der Spanien-Rundfahrt 1999, der
anschließend in Italien auch Weltmeister im Einzelzeitfahren geworden
war. In dieser Disziplin rechnet sich Ullrich auch bei den
Olympischen Spielen in Sydney etwas aus.
Klöden wurde im Frühjahr nach seinen überraschenden und
eindrucksvollen Siegen bei Paris-Nizza und der Baskenland-Rundfahrt
von der französischen Presse schon als der «neue Ullrich» gehandelt.
Telekom-Teamchef Walter Godefroot (Belgien) ist sich allerdings noch
nicht sicher, ob er seinen 24-jährigen Newcomer schon in diesem Jahr
in die Tour schickt. «Wir haben ohne ihn zwölf Kandidaten, die alle
Tour-Erfahrung haben. Ich muss mich erst mit Ullrich und Zabel
unterhalten, dann sehen wir weiter», sagte Godefroot, der sich
vorstellen könnte, «Klöden bei der Spanien-Rundfahrt im September zum
Kapitän zu machen», um ihn erst im nächsten Jahr in Frankreich
debütieren zu lassen.
Nach der Friedensfahrt will Godefroot eine Verlängerung des
auslaufenden Klöden-Vertrages unter Dach und Fach haben. Once aus
Spanien, Mapei aus Italien und Cofidis aus Frankreich sollen ihn
angeblich schon mit Millionen-Offerten locken. Godefroot geht davon
aus, «dass Andreas bei uns bleibt». Klödens neuer Manager Wolfgang
Strohband (Hamburg), der seit Jahren auch die PR-Angelegenheiten
Ullrichs regelt, meinte am Freitag «Es gibt keine Diskussion, dass
er bleibt. Er soll genauso aufgebaut werden wie Jan.»
Ullrich trainierte zuletzt 130 Kilometer im Schwarzwald mit
Giovanni Lombardi (Italien) und dem Neuling Alexander Misurow
(Kasachstan). Am Wochenende kommt Teamchef Rudy Pevenage, um das
Training zu leiten. (dpa)
02.05.00 Kritiker Eddy Merckx glaubt: "Ullrich schafft es" - 13 Tourkandidaten bei Telekom |