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Tour de France |
"Klöden ähnelt mir" Ullrich würde "Bombenform" jetzt "nicht gut finden" Lob für Zabel und Klöden: "Das lenkt ein bisschen von mir ab" / Comeback im Mai
Nach den jüngsten krankheitsbedingten Absagen bei verschiedenen
Rennen und starker Kritik von vielen Seiten kann Ullrich seine Fans
beruhigen "Ich mache mich überhaupt nicht nervös, denn ich weiß, was
ich kann. Derzeit trainiere ich fleißig und versuche, die Kilometer
nachzuholen, die ich durch die Krankheit verloren habe. Ich werde
alles dafür tun, um bei meinen Highlights fit zu sein Tour de
France, Olympische Spiele, WM und Vuelta."
Dass während seiner Wettkampfabstinenz andere Telekom-Profis für
Furore sorgen, freut den Merdinger "Die
Besonders die Erfolge von Andreas Klöden, der wie Jan Ullrich
selbst das Radsport-ABC in Berlin erlernte, haben den amtierenden
Zeitfahrweltmeister beeindruckt "Dass er Paris - Nizza und als
erster deutscher Fahrer die Baskenland-Rundfahrt gewann, hat mich
insofern überrascht, als dass es große schwere Rennen sind. Aber
schon im letzten Herbst ist er bei der Vuelta und der WM sehr stark
gefahren." Ähnlichkeiten zu sich selbst sieht Ullrich vor allem im
Zeitfahren "Andreas fährt ähnlich, in der gleichen Position. Viel im
Sitzen. Er hat die Rundfahrten letztendlich auch im Zeitfahren
entschieden, in den Bergen hängt man ihn nicht ab."
Was die Tour de France angeht, glaubt Ullrich sogar an das Debüt
seines Teamkollegen "Ich denke, dass er auch die Tour fahren will,
sich vielleicht mit einer gewissen Pause darauf vorbereiten kann und
dann auf alle Fälle zu den Neuen gehört, die dort starten werden."
Zwar sei die Tour de France mit nichts zu vergleichen, was Klöden als
Rennfahrer bislang erlebt hat, aber "Andreas hat schon bei der
Vuelta bewiesen, dass er auch das Durchhaltevermögen über drei Wochen
hinweg hat."
Lob hat Jan Ullrich auch für Erik Zabel. Der Sieger von Mailand -
San Remo, der derzeit die Weltcup-Gesamtwertung anführt, ist mit acht
Erfolgen in diesem Jahr erfolgreichster Telekom-Profi: "Erik hat
schon in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er in den
Frühjahrsrennen absolut klasse ist. Dieses Jahr ist er vielleicht noch
ein Stück besser. Hinzu kommt, dass die Mannschaft insgesamt auch
stärker geworden ist."
Den Gesamtsieg beim Weltcup sieht Ullrich durchaus im Bereich des
Möglichen "Erik ist über die ganze Saison ein starker Fahrer und es
kommen noch einige Rennen, wo er für den Weltcup Punkte sammeln kann.
Solange er der Führende ist, wird er auch nicht so schnell aufgeben.
Priorität ist, das Trikot zu verteidigen. Wenn er die Saison
gleichmäßig fährt und ein paar Punkte in jedem Rennen holt, kann er
das Trikot noch mitnehmen."
10.04.00 Jan Ullrich wieder gesund: "Er fährt Rennen, wenn seine Form stimmt" |