Top-Serie statt Weltcup
UCI will auch Cross-Sport reformieren
BERLIN, 08.12.03 (rsn) - Nach dem Straßen-Radsport,
der ab 2005 ein völlig neues Gesicht bekommt,
will der internationale Radsportverband UCI auch
dem Querfeldein-Sport eine gründliche Reform verpassen,
der der bisherige Weltcup wohl zum Opfer fallen wird.
Die UCI plant im Cross ähnlich wie
auf der Straße ab 2005 eine Top-Rennserie zu schaffen,
in der die wichtigsten Rennen vereinigt sind
und bei der es dann eine Gesamtwertung gibt.
Der Cross-Weltcup, der derzeit
sechs Rennen umfaßt, wird abgeschafft.
Die neue Serie wird 20 bis 30 Cross-Rennen
umfassen, unterteilt in verschiedene Kategorien.
An jedem Wochenende der Saison soll
ein Top-Rennen stattfinden.
Das Projekt befindet sich bei
der UCI noch in der Planungsphase,
doch dem Vernehmen nach
sind mehr oder weniger nur noch Details
offen, im Grunde soll die Reform
stehen.
Die UCI will "mehr Dynamik"
in die Disziplin bringen,
die derzeit international ein Schattendasein
fristet. Richtig populär
ist Cross nur in Belgien,
wo "Veldrijden" Tausende zu den Rennen
lockt, in denen Flamen oftmals
alle Podiumsplatzierungen holen
und die Rennen dominieren.
Die Reform dürfte die Dominanz der Belgier
jedoch noch eher verstärken.
Bei der geplanten neuen Serie
sollen die besten 50 Cross-Rennfahrer
der Weltrangliste automatisch qualifiziert sein.
Damit werden die Belgier sehr viel
mehr Startplätze haben als bei den Weltcup-Rennen,
wo bisher nur eine begrenzte Anzahl
von Fahrern pro Land antreten durfte.
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