17.03.98 - Erik Zabel gewann am Dienstag die siebte Etappe
von Tirreno Adriatico, die über 164km führte mit Start und Ziel
in Civitanova. Der Schweizer Rolf Järmann (Casino),
der während des Tages ständig aufmerksam an der
Spitze des Feldes fuhr, verteidigte seine Führung in der Gesamtwertung.
Der größte Teil der Etappe am Dienstag verlief bei angenehmen
Frühlingstemperaturen auf den flachen Straßen um Civitanova im Norden Roms
sehr ruhig. Die ersten Angriffe fanden erst nach 114km statt,
als es Zbigniew Spruch, Germano Pierdomenico und Nicola Loda
wissen wollten. Das Trio kam jedoch nicht weit weg vom
kleinen Peloton der 50 Rennfahrer, die nach dem Eklat von Venafro
noch im Rennen sind.
Eine andere Gruppe von sieben Rennfahrern, die bei etwa
KM125 eine Attacke lancierten, darunter Laurent Debiens (Cofidis)
und Pascal Richard (Casino), hatte ebenso kein Glück und
wurde rechtzeitig vor dem Ziel wieder gestellt.
Den Sprint des Feldes gewann Erik Zabel mit Leichtigkeit und
ließ bei seinem zweiten Sieg beim diesjährigen Tirreno Adriatico
den zweit- und drittplazierten Mario Manzoni und Rolf Sörensen
nicht den Hauch einer Chance.
Zabel, der nunmehr bereits vier Siege in der noch jungen Saison
verzeichnen kann, zeigt sich wenige Tage vor
Milan - San Remo (der "Primavera"),
dem ersten richtigen Knaller der Saison, in Topform.
Unterdessen wurde bekannt, daß Weltmeister Laurent Brochard,
der bei der Etappe am Vortag schwer gestürzt war,
ca. 4 Wochen pausieren muß. Brochard wird somit bei Mailand-San Remo
und der Flandern-Rundfahrt ausfallen. Der Franzose hofft, bei
Lüttich- Bastogne - Lüttich (19. April) wieder ins
Renngeschehen eingreifen zu können.