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Tour de France |
64.Tour de Suisse Rabobank mit bester Taktik: Boogerd im Goldtrikot Belli gewann Etappe / Zberg: "Hauptsache das Goldtrikot bleibt im Team
"Ich bin nicht sehr zufrieden mit meinem Abschneiden beim Giro,
wo ich Siebter (im Gesamtklassement) wurde", sagte der
in der Schweiz geborene Belli. "Ich fahre jetzt hier
bei der Tour de Suisse auf eine möglichst gute Gesamtplatzierung, aber
ich bin noch skeptisch im Hinblick auf die Berge."
Für den 28-jährigen Boogerd reichte in Fribourg
der siebente und letzte Platz einer
Spitzengruppe, die gut 30 Sekunden vor dem Feld mit den bislang
zeitgleich vorn liegenden Zberg und Steffen Wesemann (Wolmirstedt)
vom Team Telekom eintraf.
Wesemann fiel auf den vierten Rang zurück (18 Sekunden zurück).
Tagessieger wurde der Italiener Wladimir Belli, der sich noch kurz
vor dem Ziel aus der Spitze absetzen konnte. «Wir mussten den
taktischen Vorteil mit Boogerd in der Spitze ausspielen», sagte der
entthronte Spitzenreiter Zberg. «Das Goldtrikot bleibt im Team.»
Auf dem welligen Kurs mit vier kleineren Bergwertungen hatte sich
früh eine sechs Fahrer zählende Spitze abgesetzt, in der Boogerd als
Bestplatzierter der Gesamtwertung nur 12 Sekunden Rückstand auf
seinen Teamgefährten Markus Zberg (Schweiz) im Goldtrikot des
Spitzenreiters hatte. Der Niederländer fungierte in der Spitze, die
mehr als zwei Minuten Vorsprung herausfuhr, nicht nur als «Aufpasser»
im Interesse seines führenden Teamgefährten. Boogerd attackierte
selbst und sorgte gut 30 km vor dem Ziel dafür, dass die Gruppe sich
auf drei Fahrer reduzierte: den Franzosen Christian Heule, den
Spanier Juan Manuel Garate und Boogerd.
Aber das Feld, in dem sich die Telekom-Akteure lange
zurückhielten, ließ Boogerd und seinen Begleitern keine Chance. An
der letzten Steigung, einem 18-Prozent-Anstieg mit Kopfsteinpflaster,
flogen die Verfolger heran. Lediglich der Niederländer konnte noch
einmal kontern, zu ihm schlossen der Giro-Sieger Stefano Garzelli und
Eddi Mazzoleni (beide Italien) auf, vier Verfolger um den Giro-
Zweiten Francesco Casagrande und Belli folgten. Die so entstandene
sieben Fahrer zählende Gruppe behauptete sich bis zum Ziel.
«Wir hatten es nicht nötig, zu viel Arbeit in die Verfolgung zu
investieren», sagte Telekom-Teamchef Rudy Pevenage. «Die schweren
Tage kommen noch. Hier waren die vorn, die mit Bestform aus dem Giro
kommen. Wir blicken dagegen in Richtung Tour de France. Die
Mannschaft ist im Plan.»
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