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Tour de France |
64.Tour de Suisse Nur das Zeitlimit wurde Camenzind noch gefährlich Pevenage: "Jan ist da, wo wir ihn hinhaben wollten" / Schlussetappe an Zanini
Ullrich, der Tour-de-France-Sieger von 1997, hat sich bei der Tour
de Suisse wie erwartet mit bestem Erfolg an die Form für die
Frankreich-Rundfahrt herangearbeitet. Der 26-jährige Merdinger hat
auf der 1 358 km langen Zehn-Etappen-Fahrt mit sechs schweren Alpen-
Pässen alle Kritiker verstummen lassen, als er drei Tage lang mit
überzeugenden Leistungen das Goldtrikot des Führenden auf der
Schulter hatte und nichts mehr an die Gewichts- und
Gesundheitsprobleme des Tour-de-France-Siegers von 1997 erinnerte. Am
Sonntag will er bei der deutschen Meisterschaft in Heppenheim sein
letztes Rennen vor dem Tourstart bestreiten.
Dass der Telekom-Kapitän schließlich noch auf den fünften Platz in
der Gesamtwertung zurückgefiel, blieb für sein Team ohne Bedeutung.
«Der Weg nach Frankreich ist jetzt klar vorgezeichnet. Jan ist da, wo
wir ihn hinhaben wollten», sagte Telekom-Mannschaftsleiter Rudy
Pevenage, der noch am Abend seine Tourmannschaft vorstellte.
Für den überzeugenden Gesamtsieger Oscar Camenzind steht dagegen
erst einmal Urlaub an, aber der 28-jährige Ex-Weltmeister aus der
Schweiz ist darüber überhaupt nicht glücklich. Sein Lampre-Team wurde
überraschend nicht zur Tour de France eingeladen. Auf dem letzten
Tagesabschnitt von Herisau nach Baden über 177,9 km reichte dem
Schweizer ein Platz im Hauptfeld zum Gesamterfolg.
Auf dem letzten Tagesabschnitt hatte sich bereits früh angedeutet,
dass die in der Gesamtwertung zu kurz gekommenen noch einmal etwas
für ihre Reputation tun wollten. Erst war es eine knapp zehn Fahrer
zählende Ausreißergruppe u.a. mit Sven Teutenberg (Gerolsteiner). Als die
gestellt wurde, entkamen fünf Fahrer: Stefano Zanini (Mapei), Marc
Lotz (Rabobank), Ellis Rastelli (Liquigas), Marcel Strauss (Post Swiss) und Thomas Mühlbacher (Gerolsteiner).
Der Österreicher hatte als
Bestplatzierter mehr als 25 Minuten in der Gesamtwertung Rückstand
auf Camenzind, deshalb ließ man sie ziehen.
Der Spitzenreiter geriet aber doch noch einmal in Gefahr: In der
Endphase war der Vorsprung der Außenseiter so groß, dass über
Tourfunk die Warnung an das Lampre-Team von Camenzind ausgesprochen
wurde, die Fahrer des Feldes befänden sich bereits jenseits der für
die Etappe festgelegten Karenzzeit. Nach den Wettkampfbestimmungen
hätte dies den Ausschluss bedeutet. Noch am letzten Tag gaben mit den
Belgiern Franck Vandenbroucke und Johan Museeuw zwei Prominente auf.
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