Société du Tour de France vergibt Wildcards
16.06.98 - Dreieinhalb Wochen vor dem Start der Tour de France
ist das Feld der 21 teilnehmenden Teams komplett. Am Dienstag
vergab die Société du Tour de France die letzten
Einladungen. Wildcards gingen an die Teams Vitalicio, Asics,
Cofidis, Big Mat und Riso Scotti.
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Im Ganzen werden am 11. Juli in Dublin 21 Teams (a 9 Rennfahrer)
am Start sein, ein Team weniger als in den Vorjahren. Bereits
im Februar hatte die Société die ersten 16 Teams
der UCI-Teamwertung eingeladen.
Jean Marie Leblanc
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Tour de France-Direktor Jean Marie Leblanc hatte ursprünglich
offengelassen, ob insgesamt 20 oder 21 Teams zur Tour eingeladen werden
sollen. Die Entscheidung für Big Mat Auber
als 21. Team fiel, damit "wie in den letzten beiden Jahren die
Teilnahme von mehr als 40 französischen Rennfahrer sichergestellt
ist", wie Leblanc am Dienstag ausführte. |
Die Auswahl der Teams wurde jedoch in erster Linie nach
rein sportlichen Gesichtpunkten getroffen. Nachdem die Teams Ballan und
Scrigno ihre Bewerbungen um einen Tour-Startplatz zurückgenommen
hatten, waren im Rennen um die maximal fünf Wildcards
noch acht Teams. Von vornherein wenig Chancen hatte Brescialat,
das wie Cantina Tollo und Mutuelle de Seine-et-Marne leer ausging.
Die Entscheidung für Cofidis (Platz 10 in der aktuellen UCI-Teamwertung)
und Asics (Platz 7) lag praktisch auf der Hand. Auch Vitalicio mit
dem spanischen Super-Talent Santi Blanco
drängte sich aufgrund der zu erwartenden Teamleistung auf.
Schwieriger war für die Organisatoren schon die Wahl zwischen
Mutuelle und Big Mat, die im vorigen Jahr beide bei der Tour teilnehmen
durften. Die Wahl fiel auf Big Mat, aufgrund der etwas
besseren Saison-Leistungen.
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In Frankreich dabei:
Telekom (Ullrich, Riis, Zabel)
Banesto (Olano)
Festina (Zülle, Virenque, Dufaux, Brochard)
ONCE (L. Jalabert)
Cofidis (Fr. Casagrande)
Mercatone Uno (Pantani)
Polti (Leblanc)
Kelme (Escartin)
Rabobank (Boogerd, Luttenberger)
Lotto (Tchmil)
Vitalicio (Blanco)
US Postal (Ekimov)
Big Mat (Lino)
Casino (Elli, Hamburger)
GAN (Boardman)
La Française des Jeux (Berzin)
Asics (Noe, Shefer)
Mapei (Ballerini, Tafi)
Riso Scotti (Minali)
Saeco (Cipollini)
TVM (Roux)
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Der letzte Platz ging schließlich an Riso Scotti, obwohl die
Société nach Angaben von Jean Marie Leblanc
lange zwischen Cantina Tollo und Riso Scotti schwankte.
"Die Ergebnisse waren in etwa gleich", so Leblanc. "Aber die
Siege von Riso Scotti erschienen uns überzeugender.
Die Vergangenheit von Nicola Minali und Fabio Baldato spielte
auch eine Rolle für die Auswahl von Riso Scotti,
obwohl Cantina Tollo im UCI-Klassement einen besseren (18.
gegenüber 22. Platz -d.Red.) belegt."
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