Radsport-News.com
  Nachrichten durchsuchen Chat Diskussions-Foren
 
Index
News-Übersicht
Ergebnisse
Teams
Rennkalender
Features
Archiv

Tour de France
Giro d'Italia
Vuelta a España
Deutschland-Tour
Friedensfahrt
Tour de Suisse
Weltcup
UCI-Rangliste
Sixdays

Downloads
Feedback



Amazon.de - Buecher und CDs


87.Tour de France
Godefroot hätte lieber eine Fußball-Elf berufen
Letzte Tour für Bölts und Heppner / Retourkutsche für Totschnigs Kritik?

23.06.00 - Viel lieber hätte der Belgier Walter Godefroot eine Fußball-Elf berufen. «Dann hätte ich noch einen Ersatzspieler gehabt», sagte der Telekom-Teamchef, der am Donnerstag den neunköpfigen Tourkader bekannt gab und dabei einigen verdienten Profis «sehr wehtun» musste.

Für die Tour-Auswahl, die vom wieder in Form gekommenen Jan Ullrich (Merdingen) und Topsprinter Erik Zabel (Unna) angeführt wird, blieben Rolf Aldag (Ahlen), Georg Totschnig (Österreich) und Jörg Jaksche (Ansbach) auf der Strecke. Der noch amtierende Deutsche Meister Udo Bölts (Heltersberg/33) und Jens Heppner (Gera/36) nehmen vom 1. Juli an ihre wahrscheinliche letzte Tour in Angriff.

Die sechs Fahrer Ullrich, Zabel, Alexander Winokurow (Kasachstan), Alberto Elli, Giuseppe Guerini und Gian-Matteo Fagnini (alle Italien) galten als gesetzt. Für die letzten drei freien Plätze hatte Godefroot, der an der Aufstellung zusammen mit seinen Kapitänen und Co-Teamchef Rudy Pevenage bastelte, sechs Kandidaten. «Aldag ist genau so gut wie die anderen, aber er kommt den Berg ein bisschen schlechter hoch als Bölts. Totschnig ist im Moment gut in Form, hatte aber in den letzten zwei Jahren bei der Tour immer ein, zwei schwache Tage. Er geht schneller kaputt als andere», nannte der Chef Gründe für die Auswahl.

Im Fall Totschnig, der vor zwei Wochen die Österreich-Rundfahrt gewann, könnte der Verzicht das Ende seines Telekom-Engagements bedeuten. Sein Vertrag mit den Bonnern läuft Ende des Jahres aus und er hat vor Kurzem auch eigene Ambitionen geäußert. Vielleicht wurde dem Tiroler auch die Kritik zum Verhängnis, die er zum Jahresbeginn an Ullrich geäußert hatte und dann widerrief. Heppner zum Beispiel hat seine erneute Tour-Nominierung auch der Fürsprache seines ständigen Zimmer-Nachbarn und Trainingspartners Ullrich zu verdanken. Godefroot: «Das spielte eine Rolle».

Ab 1. Juli erwartet Godefroot von seinen Kapitänen Großes. Ullrich soll seinen Triumph von 1997 wiederholen und Zabel das Grüne Trikot Nummer fünf und mindestens einen Etappensieg holen, nachdem er in dieser Beziehung in den vergangenen beiden Jahren leer ausgegangen war. «Jan ist bereit. Es ist aber gut, dass an seiner Form noch ein bisschen fehlt. 1997 war er zum Tourbeginn weiter, bekam dann in der letzten Woche aber Schwierigkeiten. Diesmal läuft es vielleicht anders», hofft Godefroot.

Für Mannschafts-Sprecher und Ex-Profi Olaf Ludwig war das jetzige Teammitglied Fagnini im Vorjahr mitverantwortlich für die Seriensiege des italienischen Sprint-Stars Mario Cipollini, der diesmal nicht am Start ist: «Zwei der vier Etappensiege gingen auf Fagninis Konto, der die Spurts meisterhaft vorbereitet.» Bei Zabels Mailand-San Remo-Sieg harmonierten beide im März hundertprozentig.

Andreas Zellmer, dpa

22.06.00 Telekom-Tourteam mit Altersschnitt von 30,5 Jahren

Übersicht: Tour de France



Copyright © 1996-2000 by RADSPORT-NEWS.COM
Alle Rechte vorbehalten.
www.radsport-news.com