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87.Tour de France
Jalabert: "Ich kenne die Tour-Strecke auswendig"
Der Südfranzose sieht sich im erweiterten Favoritenkreis / "Optimal vorbereitet"

30.06.00 - Die Favoriten der 87. Tour de France sind klar auszumachen: Lance Armstrong, Jan Ullrich und Marco Pantani, dazu vielleicht mit leichten Abstrichen Alex Zülle. Daneben gibt es aber noch eine Reihe von Fahrern, die für Überraschungen gut sind. Dazu gehört Laurent Jalabert, der von sich sagt, er wisse selbst "nicht genau", wo er stehe.

"Die Tour ist ein wichtiges Rennen, in das ich in guter Form gehe, sowohl mental als auch physisch, auch wenn ich weiß, dass ich ein Fahrer bin, der nicht immer gut abgeschnitten hat bei der Tour", sagte der ONCE-Kapitän am Freitag, einen Tag vor dem Start der Tour de France. "Ich habe mich optimal vorbereitet, aber es ist dennoch schwer zu sagen, wo genau ich stehe."

"Ich bin schon bei der Tour angetreten, ohne das Profil genau zu kennen", so der Südfranzose weiter. "Diesmal kann ich sagen, ich kenne die Strecke auswendig, oder jedenfalls fast. Es ist wichtig zu wissen, wo das Rennen ausgespielt wird und wo man fahren muss, um die Konkurrenz zu blockieren. Es wird einige Schlüsseltetappen geben. die beiden Einzelzeitfahren, das Teamzeitfahren, die vier Bergetappen und sicherlich der Anstieg am Mont Ventoux (am Ende der 12. Etappe, die Red.). Die Tour kann man da gewinnen, aber man kann sie überall verlieren. Was die Konkurrenz angeht, so würde ich Armstrong, Ullrich und Pantani als die Favoriten
Laurent Jalabert
sehen. Auch Zülle hat das Zeug zum Sieg. Und dahinter sind Virenque, Dufaux, Jalabert, Olano, Vandenbroucke und Escartin, die am Ende ganz nach vorn kommen können."

Zur "nachträglichen" Einführung der neuen EPO-Nachweise sagte der 31-Jährige, der 1998 bei der Skandaltour einen Fahrerstreik organisiert hatte: "Man sollte von nun an nicht mehr über Doping sprechen, sondern über den Kampf (dagegen). Aber man muss den Fahrern geben, was man ihnen schuldet: Wir waren es, die die Kontrollen gefordert haben, damit es eine Chancengleichheit gibt und damit man die Betrüger findet. Es ist schade, dass die EPO-Kontrollen nicht bei der Tour eingeführt werden konnten. Aber die jetzige Lösung mit der nachträglichen Analyse der Urinproben ist die von allen am wenigsten schlechte. Dies sollte endlich dafür sorgen, dass Sie (die Journalisten, die Red.) weniger über Doping reden."

29.06.00 Tour de France 2000: Laurent Jalabert will es noch einmal wissen

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