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34.Tirreno-Adriatico
Michele Bartoli gewinnt 34.Tirreno-Adriatico

17.03.99 - Der Italiener Michele Bartoli (Mapei) gewan am Mittwoch die 34. Ausgabe von Tirreno-Adriatico. Bei der achten und letzten Etappe über 164km zwischen Civitanova Marche und San Benedetto holte der Tscheche Jan Svorada (Lampre) im Massensprint den Tagessieg. Für das Team des Weltranglistenersten Bartoli war der Erfolg bei der "Zwei-Meere-Rundfahrt" der 400. Sieg.

Michele Bartoli hatte am Sonntag die Gesamtführung übernommen als er davon profitierte, daß der bis dahin führende Lette Romans Vainsteins (Vini Caldirola) in einer Verfolgergruppe 40km vor dem Ziel an einer Kreuzung eine falsche Abzweigung nahm und so viel Zeit verlor. Danach hatte Bartoli, der freilich auch ohne solche Mißgeschicke der Gegner das Rennen hätte gewinnen können, keine Probleme mehr, das Rennen zu kontrollieren.

Am Dienstag in Civitanova hielt sich Bartoli klug aus dem Finish heraus, sodaß er nicht verwickelt war in den spektakulären Massensturz, bei dem Mario Cipollini, Nicola Minali, Fabio Baldato und Giuseppe Palumbo böse zu Fall kamen.

So kann Bartoli sehr hoffnungsfroh der weiteren Saison entgegenschauen, während Baldato und Palumbo mit Schlüsselbeinbrüchen im Krankenhaus liegen und etwa Cipollini, der sich bei dem Sturz die Schulter verrenkte, wahrscheinlich ausfallen wird für Milan-San Remo, wo Bartoli seinerseits als Mitfavorit gelten muß.

Für Bartoli, der Mann der klassischen Eintagesrennen, ist der Sieg bei Tirreno-Adriatico der vierte Rundfahrterfolg seiner Karriere nach der Sizilianischen Woche 1994 und den Drei Tagen von De Panne 1995 und 1998.

Die letzte Etappe der "Zwei-Meere-Rundfahrt", die entlang der Adria-Küste nach San Benedetto führte, gewann der tschechische Topsprinter Jan Svorada (Lampre) nach einem langweiligen Tagesabschnitt ohne nennenswertes Renngeschehen.

Neben Bartolis Sieg bleibt nach Tirreno-Adriatico 99 vor allem

auch der großartig fahrende Romans Vainsteins (Vini Caldirola) in Erinnerung. Der Lette hätte ohne das Mißgeschick bei der fünften Etappe eine Chance gehabt, die Rundfahrt zu gewinnen.

Das deutsche Team Telekom um Sprinter Erik Zabel nutzte das Rennen zwischen Thyrrenischem Meer und Adria vor allem, um sich einzurollen für Milan-San Remo am Samstag, wenn Zabel die Chance bekommt, als erster Radsportler überhaupt die "Classicissima" drei Mal hintereinander zu gewinnen. "Für uns ist Milan-San Remo das wichtigste", hatte Telekom-Sportdirektor Rudy Pevenage immer wieder betont, auch wenn Zabel ursprünglich schon ein wenig mit einem Tageserfolg bei "Tirreno" geliebäugelt hatte.

Ergebnisse 34. Tirreno-Adriatico

16.03.99 Massensturz überschattet Massensprint
15.03.99 Frustrierter Vainsteins mit erneutem Etappensieg - "Ich hätte das Rennen gewinnen können!"
14.03.99 Verrücktes Tirreno Adriatico: 30 Mann verfahren sich, Zabel wieder ohne Gelegenheit zum Sprint
13.03.99 Bartoli bedankt sich bei seinem Freund Bettini
12.03.99 Cipollini nimmt Revanche
11.03.99 Strazzer gewinnt im Sprint - Cipollini und Zabel nach Sturz nicht im Sprintfinale dabei
10.03.99 Vainsteins überrascht die Favoriten
09.03.99 Bei den Buchmachern ist Rebellin der Favorit -Zabels Generalprobe für die Classicissima
18.03.98 (1998) Rolf Järmann gewinnt Tirreno Adriatico - Zabel im Sprint unschlagbar








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