34.Tirreno-Adriatico
Massensturz überschattet Massensprint
| 16.03.99 - Der Niederländer
Steven De Jongh (TVM) gewann am Dienstag die siebte Etappe von "Tirreno - Adriatico"
über 160km zwischen Alba Adriatica und Civitanova. De Jongh setzte sich im Massensprint
durch gegen den Polen Zbigniew Spruch (Lampre) und den Italiener Fabrizio Guidi (Polti)
nach einem Finish, das von
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einem bösen Massensturz wenige Meter vor der Ziellinie
überschattet wurde. So war der fünfte Platz von Telekom-Sprintstar Erik Zabel
dann auch überhaupt kein Grund zu Ärger über einen entgangenen Sieg.
"Wir können von Glück sagen, daß Erik ohne Schaden aus dem Sprint
rausgekommen ist", so Telekom-Sportdirektor Rudy Pevenage nach dem Rennen gegenüber
RADSPORT-NEWS.COM.
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Die 34. Ausgabe von Tirreno-Adriatico bleibt weiterhin von außergewöhnlichen
Zwischenfällen verfolgt. Zwei Tage nachdem das Leader-Trikot wechselte, weil
sich eine Verfolgergruppe an einer Kreuzung verfuhr, kam es am Diesntag
noch ärger mit einem der schlimmsten Sprint-Massenstürze
der letzten Zeit.
Weniger als 100 Meter vor dem Ziel fuhren bei vollem Sprinttempo die Fahrer an der Spitze
des Rennens auf der rechten Straßenseite eine kleine Welle, wodurch
Mario Cipollini (Saeco), der ganz rechts fuhr, die Werbebande touchierte
und als erster zu Fall kam. Gleichzeitig stürzten
u.a. Fabio Baldato (Ballan), Giuseppe Palumbo (Riso Scotti), Endrio Leoni (Liquigas)
und Nicola Minali (Cantina Tollo) in einem spektakulären Massensturz,
bei dem ein Rennrad quer hoch über das dahinrasende Feld flog und
auf der linken Straßenseite weitere Fahrer zu Fall brachte.
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Team Telekom-News
Bei Telekom ist bereits alles auf das große Ziel Milan-San Remo am Samstag
ausgerichtet. Erik Zabel wird bei der Classicisissima mit dem gleichen Team antreten
wie bei Tirreno. Zusammen mit Sportdirekttor Pevenage fährt die Mannschaft nach
dem Ende von Tirreno - Adriatico
am Donnerstag morgen Richtung Norditalien, macht einen Zwischenstop
in der Toscana, wo dann noch ein wenig trainiert wird. Am Freitag morgen geht es weiter
nach Mailand.
Jan Schaffrath, der bei Tirreno wegen einer Erkältung aussteigen musste
(RADSPORT-NEWS.COM berichtete) hat sich inzwischen wieder gesund gemeldet und
wird am Freitag in Mailand wieder zum Team stoßen. |
Baldato und Palumbo brachen sich bei dem Sturz das Schlüsselbein und
wurden sofort ins Krankenhaus gebracht. Nicola Minali blieb wie durch ein Wunder
ohne größere Verletzungen.
Mario Cipollini verletzte sich dem Anschein nach nicht, stieg jedoch
nach der Etappe aus der Rundfahrt aus. "Zwei Stürze in fünf Tagen sind
genug. Jetzt gehe ich nach Lucca ins Krankenhaus zu Professor Enrico Castellacci,
einem Spezialisten für Gehirnerschütterungen und -traumata",
so der italienische Sprinter-Star nach dem Rennen am Dienstag.
Die Entscheidung um den Tagessieg war so natürlich in höchstem Maße beeinträchtigt.
Die Sprinter, die wie Fabrizio Guidi (Polti) oder Erik Zabel unbeschädigt
durch das Gewusel des Sturzes durchkamen, waren froh, gesund und munter zu sein
und von einem echten Sprintfinale konnte man eigentlich nicht mehr sprechen,
wenngleich Tagessieger Steven De Jongh (TVM) noch einmal alles geben mußte
um mit knappen Vorsprung vor dem Polen Zbigniew Spruch (Lampre) zu siegen.
Daß Erik Zabel am Dienstag durch die Umstände wiederum eine Sieg-Chance
verpasste, sah man bei Team Telekom gelassen. "Erik fehlt in diesem Jahr bei Tirreno-Adriatico das
Glück, das er letztes Jahr bei seinen zwei Etappensiegen hatte. Aber das wichtigste für uns
ist Milan-San Remo und daß vor Samstag alle im Team gesund sind", so Sportdirektor Rudy Pevenage
gegenüber RADSPORT-NEWS.COM.
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