34.Tirreno-Adriatico
Vainsteins überrascht die Favoriten
10.03.99 -
Der Lette Romans Vainsteins (Vini Caldirola) gewann am Mittwoch die erste Etappe der
34. Ausgabe von Tirreno Adriatico über 131km auf einem Rundkurs mit Start und Ziel
in Sorrento am Golf von Neapel und übernahm damit die Gesamtführung.
Der 25-jährige Lette nutzte im Finish sehr geschickt das gegenseitige Belauern
von Michele Bartoli (Mapei) und Laurent Jalabert
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(ONCE) aus und war am Ende der sprichwörtliche lachende Dritte.
Bartoli und Jalabert, beide große Favoriten auf den Gesamtsieg, waren unter den
Aktivsten bei der Auftaktetappe. Der zweimalige
Weltcupsieger und Weltranglistenerste Bartoli attackierte nach 45km, doch Jalabert und die Mitfavoriten Stefano Garzelli
(Mercatone Uno) und Davide Rebellin (Polti) passten auf und gingen Bartolis
Attacke mit.
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Das Favoriten-Quartett, in dem Bartoli und der einen sehr guten Eindruck hinterlassende
Jalabert die meiste Führungsarbeit machten, wurde 25km vor dem Ziel eingeholt
von einer fünfköpfigen Gruppe mit Romans Vainsteins sowie dem Dänen Bo
Hamburger (Cantina Tollo), den Italienern Massimo Donati,
Filippo Casagrande (beide Vini Caldirola) und Roberto Petito (Saeco).
Dieser neunköpfigen Spitzengruppe gelang es, einen Vorsprung von einigen Dutzend
Sekunden bis ins Ziel zu halten.
Auf den letzten 1.000 Metern gelang es Bartoli trotz einiger Versuche nicht, sich vom
Rest zu lösen. Vainsteins, in seinem zweiten Jahr bei den Profis, nutzte
seine Chance und fuhr den größten Erfolg seiner Karriere heraus.
Am Donnerstag folgt die zweite Etappe von Tirreno-Adriatico.
Dann geht es über 178 weitgehend flache Kilometer zwischen Sorrent
und Santa Maria Capua. Vielleicht eine gute Chance für die Sprinter, die
am Mittwoch keine Rolle spielen konnten (Erik Zabel kam ebenso
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Jalabert: Man verbeißt sich zu sehr in den Radsport
10.03.99 - Laurent Jalabert (ONCE)
erklärte am Mittwoch in Sorrento am Rande der ersten Etappe von Tirreno Adriatico,
daß man sich im Kampf gegen das Doping "zu sehr in den Radsport verbeißt".
"Es ist Zeit, daß man damit aufhört, immer nur auf den Radsport zu zeigen, wenn
es um Doping geht", so Jalabert. "Unser Sport ist einer der ersten im Kampf gegen Doping.
Man täte gut daran, auch mal zu schauen, was in anderen Sportarten geschieht."
Der ONCE-Kapitän ging auch insbesondere auf das Vorgehen der italienischen
Staatsanwaltschaft ein, die nach der Trofeo Laigueglia im Februar im Rahmen einer
Untersuchung gegen einen ehemaligen Sportarzt eine Reihe von Profis als Zeugen vernommen hatte
(RADSPORT-NEWS.COM berichtete).
Jalabert dazu: "War es wirklich notwendig, Rennfahrer am Ende des Rennens
auf diese Weise in Barracken zu schleppen? Das ist doch Beweis dafür,
daß man die Sensation um jeden Preis sucht."
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wie Mario Cipollini mit über 12 Minuten Rückstand
ins Ziel) - es sei denn, das sehr motivierte Favoriten-Duo Bartoli/Jalabert
versucht wieder etwas...
Vorschau/Ergebnisse 34. Tirreno-Adriatico
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