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35.Tirreno-Adriatico
Erik Zabel schlägt Cipollini

11.03.00 - Der deutsche Sprintstar Erik Zabel (Telekom) zeigt sich eine Woche vor dem Weltcup-Auftakt Milan-San Remo, das "Ete" bereits zwei Mal gewann, in Topform. Am Samstag gewann der 29-Jährige die vierte Etappe von Tirreno-Adriatico über 207km von Isernia und Luco Marsi im Sprint vor Mario Cipollini (Saeco).

Nachdem sich Zabel am Mittwoch bei der ersten Etappe der "Zwei-Meere- Rundfahrt" noch im Sprint Weltmeister Freire geschlagen geben musste, setzte sich der Deutsche am Samstag im Massensprint durch und verwies Cipollini sowie den Tschechen Jan Svorada (Lampre), Tagessieger des zweiten Abschnitts, auf die Plätze.

Der vierte Tagesabschnitt, eine Flachetappe, bei der mit einem Massensprint zu rechnen war, wurde zunächst vom Fluchtversuch einer Gruppe mit Andrea Tafi, Paolo Bettini und Luca Scinto (alle Mapei) geprägt. Nachdem diese wieder gestellt waren, versuchte es Oscar Pozzi, doch Telekom und Saeco machten im Feld die Pace und auch dieses Attacke scheiterte. Im Finish versuchte 4km vor dem Ziel der Russe Dimitri Konyshev (Fassa Bortolo) mit einem Antritt den Sprintern den Tag zu vermasseln, doch "Dima" kam nicht weit genug weg.

Auf der mit 700 Metern sehr langen Zielgeraden pilotierte Telekom-Neuverpflichtung Gianmatteo Fagnini, im letzten Jahr Cipollinis Edeldomestike, wie aus dem Lehrbuch Zabel zur Zielgeraden. "SuperMario" hatte am Ende keine Chance gegen einen Zabel, der locker und unverkrampft seinen bereits fünften Saisonsieg holte. "Ich habe gemacht, was ich tun konnte. Das wichtigste ist, dass ich fast bei meiner Topform bin", sagte Mario Cipollini nach seiner klaren Sprintniederlage.

"Für uns ist heute alles nach Plan gelaufen. Schaffrath, Aldag, Wesemann und Fagnini haben prima für Erik gearbeitet", so Telekom-Sportdirektor Rudy Pevenage.

Im Gesamtklassement gab es am Samstag keine Veränderungen. Der Franzose Laurent Jalabert (ONCE), der mit seinem starken Auftritt bei der Bergankunft am Freitag die Gesamtführung geholt hatte, hat weiterhin die Spitzenposition inne. Am Sonntag muß Jalabert etwas mehr tun, wenn er sein gelb-rotes Ladertrikot verteidigen will. Dann steht ein Einzelzeitfahren in Ascoli-Piceno auf einem 26,5km langen flachen Parcours auf dem Programm. Härtester Gegner von "Jaja" dürfte dabei sein Teamkollege Abraham Olano werden.

Tirreno-Adriatico: Etappen/Vorschau

10.03.00 Jalabert gewinnt Etappe, Voigt Dritter
09.03.00 Vainsteins will jetzt sein Leader-Trikot behalten
08.03.00 1.Etappe: Weltmeister Freire vor Zabel und Klier
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