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Tirreno-Adriatico: Ullrich weit abgeschlagen
Jalabert gewinnt Etappe, Jens Voigt Dritter

10.03.00 - Der Franzose Laurent Jalabert (ONCE), einer der großen Favoriten von "Tirreno-Adriatico", übernahm am Freitag die Führung im Gesamtklassement der "Zwei-Meere-Rundfahrt" mit seinem Sieg bei der dritten Etappe nach 160km an der Bergankunft in Addolorata bei Isernia nördlich von Neapel. Der Weltranglisten- erste gewann im Sprint einer ersten Gruppe vor Davide Rebellin (Liquigas) und Jens Voigt (Crédit Agricole).

Jalabert, der bereits die Mittelmeer-Rundfahrt im Februar gewann, setzte sich am Freitag am Ende des dritten Tagesabschnitts aus einer achtköpfigen Gruppe heraus durch, wobei die anderen Fahrer am 920 Meter hohen und bis zu 7 Prozent steilen Schlussanstieg froh waren, am Hinterrad des Franzosen bleiben zu können.

Das Rennen war 26 Kilometern vor dem Ziel

eröffnet worden, als vier Rennfahrer, Jalabert, der Niederländer Michael Boogerd (Rabobank), der Italiener Davide Rebellin (Liquigas) und der Spanier Carlos Dominguez (Vitalicio) dem Peloton davonfuhren. 20km vo dem Ziel kam das Hauptfeld wieder zurück, doch Rabobank und ONCE sorgten erneut für eine Tempoverschärfung, in deren Folge sich die letztendliche Spitzengruppe bildete.

Boogerd, nach der Etappe Gesamtdritter hinter Jalabert und Rebellin, versuchte am letzten Anstieg einige Attacken, aber Laurent Jalabert erwies sich als der mit Abstand Frischeste und Stärkste. Rebellin (2.), Voigt (3.), Boogerd (4.), Dominguez (5.) mussten sich mit den weiteren Plazierungen zufriedengeben. Erik Zabel, der als "Solist" ins Ziel kam, büßte nicht allzu viel Zeit ein auf die Spitze, rutschte jedoch im Gesamtklassment aus den ersten Zehn.

Jan Ullrich zeigte sich unterdessen am Freitag wie bereits bei den ersten beiden "Tirreno"-Etappen erneut nicht allzu gut in Form. Ullrich beendete die Etappe 14 Minuten hinter Jalabert, im Gesamtklassement liegt der Toursieger von 1997 nun 26 Minuten zurück. Mögen die Saisonziele des Merdingers auch noch weit weg sein, so fragt sich allerdings, ob er in dieser Form wirklich beim Weltcup-Auftakt bei Mailand-San Remo in einer Woche eine Hilfe sein kann für seinen Teamkollegen und Classicissima-Favoriten Erik Zabel. Das gilt umso mehr, als Team Telekom derzeit von Aldag bis Vinokourov, Elli (am Freitag auf Rang 8) bis Fagnini, Wesemann bis Schaffrath und Klöden soviele Fahrer in ausgezeichneter Form hat, wie noch nie.

Am Samstag folgt die vierte Etappe von Tirreno-Adriaico über 207km von Isernia nach Luco dei Marsi. Jalabert und sein ONCE-Team dürften dabei nicht viel anbrennen lassen vor dem vorentscheidenden Zeitfahren über 26,2km am Sonntag.

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