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35.Tirreno-Adriatico
Vainsteins will jetzt sein Leader-Trikot behalten

09.03.00 - Der Tscheche Jan Svorada (Lampre) gewann am Donnerstag im Sprint die zweite Etappe der italienischen Rundfahrt "Tirreno - Adriatico" über 189km von Sorrent nach Aversa bei Neapel. Im Gesamtklassement übernahm der Tageszweite Romans Vainsteins (Vini Caldirola) die Führung.

Weltmeister Oscar Freire (Mapei), der am Vortag die Etappe gewonnen und das Leader-Trikot geholt hatte, liegt nach dem zweiten Tagesabschnitt in der Gesamtwertung zeitgleich mit Vainsteins, der jedoch wegen der besseren Etappenplazierung das Trikot übernahm.

Auf der Zielgeraden in Aversa hatten Svoradas Teamkollegen, vor allem Franco Ballerini, den Sprint für den 31-Jährigen lehrbuchmäßig vorbereitet. Svorada, mehrfacher Tour-Etappensieger, verwies Vainsteins und den Schweizer Markus Zberg (Rabobank) auf die weiteren Plätze. Erik Zabel (Telekom), am Vortag Zweiter hinter Freire, hielt sich aus dem hektischen Finish heraus. Eine Woche vor Mailand-San Remo will der zweifache Primavera-Sieger kein Risiko mehr eingehen.

Mario Cipollini, dessen Saeco-Team auf den letzten zwei Kilometern hart arbeitete, kam nur auf den zehnten Platz im Sprintfinale. Auf den letzten Kilimetern war der italienische Sprintstar schlecht plaziert und konnte bei einem kräftigen Gegenwind diesen Nachteil nicht mehr wettmachen. "Am Ende bin ich zwei Sprints gefahren", so Cipollini frustriert. "Einmal, um 1.500 Meter vor dem Ziel wieder ranzukommen an die Spitze, das gelang. Aber am Ende war ich zu früh draußen und bei diesem Wind da konnte ich nichts mehr machen."

"Ich habe mir heute Morgen vorgenommen: Heute setze ich mich an die Spitze des Gesamtklassements und deshalb habe ich im Sprint vorne mitgemischt", sagte der 27 Jahre alte Vainsteins nach dem Rennen. "Ich habe mich gut gefühlt und ich bin festentschlossen, alles zu versuchen, dieses Leader-Trikot bis zum Schluss zu verteidigen."

Romans Vainsteins war im vergangenen Jahr bei Tirreno-Adriatico bereits der Träger des Trikots des Gesamtbesten. Dieses verlor er damals unter kuriosen Umständen: Eine Verfolgergruppe verpasste an einer Kreuzung die richtige Strasse und musste nach einigen Kilometern umkehren und einen Berg wieder hinauffahren, um auf die Rennstrecke zurückzugelangen. Ohne dieses Mißgeschick hätte der Lette damals gute Chancen auf den Gesamtsieg gehabt, der dann letztlich an Michele Bartoli ging.

Die dritte Etappe am Freitag führt über 160 km von Aversa nach Santuario dell' Addolorata.

Tirreno-Adriatico: Etappen/Vorschau

08.03.00 1.Etappe: Weltmeister Freire vor Zabel und Klier
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18.01.00 Tirreno-Adriatico: Rekord: 31 Teams bewerben sich um 22 Startplätze

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