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38.Tirreno-Adriatico
Di Luca: "Bettinis Pech wurde Bonus für mich"
Bettini verliert nach Sturz die Gesamtführung / Klöden Gesamtfünfter


Das Peloton während der 6.Etappe am Dienstag
Foto: Roth

18.03.03 (rsn) - Danilo di Luca (Saeco) stammt aus einem Dorf in den Abbruzzen - strenge Winter sind für den Italiener daher nichts ungewöhnliches. Kein Wunder also, dass den 27-Jährigen am Dienstag bei der sechsten Etappe der mittelitalienischen Rundfahrt "Tirreno-Adriatico" auch Schnee und kühle Temperaturen nicht stoppten. Nach 178 km zwischen Teramo und Torricella Sicura gewann Di Luca die Etappe im Sprint und löste im Gelben Trikot des Gesamtbesten den Toskaner Paolo Bettini ab, der aufgrund eines Sturzes die entscheidenden Sekunden verlor. .

Di Luca setzte sich auf der Zielgeraden mit einer Sekunde Vorsprung vor dem kommenden italienischen Star Filippo Pozzato (Fassa Bortol) durch. Dritter wurde der Niederländer Michael Boogerd (Rabobank) vor dem Schweizer Gerolsteiner-Profi Markus Zberg und Andreas Klöden (Telekom), der sich auch im Gesamtklassement auf Platz 5 schob.

"Es ist nicht schön, wenn man so gewinnt und ich habe großes Verständnis für den Ärger von Bettini", kommentierte Di Luca seine Gesamtführung, die aufgrund des Pechs von Bettini zustande kam. Der bisherige Träger des gelb-roten Trikots war einen


Etappensieger Di Luca Foto: Roth
Kilometer vor dem Ziel gestürzt und verlor so 20 Sekunden. "Sein Pech wurde ein Bonus für mich", meinte Di Luca.

Die Etappe, deren Kurs wegen Neuschnees etwas geändert werden musste, wurde geprägt von der 80 km langen Flucht eines Trios mit dem Italiener Daniele Contrini (Gerolsteiner), dem Tschechen Jan Hruska (ONCE) und dem Ukrainer Yaroslav Popovych (Landbouwkrediet). Nach 34km waren die Drei davongefahren und bauten ihren Vorsprung auf fünf Minuten (KM 76) aus. Beim Zwischensprint bei KM 110 war Contrini zurückgefallen und bald danach wurden auch die beiden anderen Ausreißer vom Feld gestellt. In der Folge gab es weitere Attacken, u.a. versuchte Boogerd eine Solofahrt. Am Ende jedoch war es Di Luca, der im Sprint eines weit aufgefächerten Feldes den Tagessieg holte.

"Ich bin am Ende ständig am Hinterrad von Pozzato geblieben, weil er sehr schnell ist und mir klar war, dass man auf ihn heute am meisten achten musste, wenn man gewinnen wollte", sagte Di Luca, der am Mittwoch bei der Schlussetappe im Leadertrikot antritt. Das siebte Teilstück führt über 162km rund um San Benedetto del Tronto an der Adria.

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