Tirreno-Adriatico
Zabel gewinnt und verliert classicissima-Helfer

Foto: Roth
14.03.02 (rsn) - Erik Zabel hat endlich den Bann gebrochen.
Der Telekom-Star, der noch nie den Klassiker Mailand - San Remo
(23.März) gewinnen konnte, wenn er zuvor
nicht einen Erfolg verbuchen konnte, holte am
Donnerstag seinen ersten Saisonsieg bei der
ersten Etappe der italienischen Rundfahrt "Tirreno-Adriatico".
Zabel setzte sich im Massensprint der Auftaktetappe der
"Zwei-Meere-Rundfahrt" nach 124km zwischen
Massa Lubrense und Sorrente durch vor
seinem letztjährigen Teamhelfer Giovanni Lombardi,
der inzwischen bei "Acqua e Sapone" für Cipollini fährt, sowie
dem Tschechen Jan Svorada (Lampre) und Weltmeister
Oscar Freire (Mapei).
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Die Auftaktetappe von "Tirreno-Adriatico" war recht langweilig verlaufen,
obwohl der Kurs mit mehreren engen Abfahrten
nicht leicht war. Viele Stürze
ereigneten sich.
Der Pole Piotr Wadeckj wurde ins Krankenhaus von Neapel gebracht
mit einer Gehirnerschütterung.
Der italienische Telekom-Profi
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Die "Zwei-Meere-Rundfahrt" am Tyrrhenischen Meer
Foto: Roth
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Gianmatteo Fagnini, der beim Klassiker
Mailand-San Remo wieder einer der wichtigsten Helfer
von Zabel hätte sein sollen,
stürzte ebenfalls und brach sich das Schlüsselbein.
Auch Mario Cipollini, Davide Rebellin und Paolo Bettini
kamen zu Fall, können aber das Rennen
fortsetzen.
"Wir sind natürlich froh, dass Erik für sich und unser Team
endlich den ersten Saisonsieg geholt hat. Wir sind aber wegen Gian
Matteo auch traurig. Er wird in San Remo fehlen, aber die Welt geht
davon nicht unter", sagte Telekom-Teamchef Rudy Pevenage.
Vor ihren Stürzen hatten Gerolsteiner-Kapitän Rebellin und Bettini
sowie Danilo Di Luca und Michael Boogerd
Attacken versucht.
Im Sprint trat 600 Meter vor Schluss Bettini
an für seinen Teamkollegen Freire,
doch Zabel kam noch zurück und
setzte sich am Ende durch vor Lombardi, Svorada und Freire.
Während man sich bei "Telekom"
über den ersten Saisoinsieg freute,
ärgerte man sich beim anderen deutschen GS-I-Rennstall
"Gerolsteiner" am Donnerstag: "Den ersten Gerolsteiner-Etappensieg
in dieser Saison müssen wir leider noch
etwas nach hinten verschieben. Dabei waren wir so nah dran", so ein konsternierter
Gerolsteiner-Sportdirektor Christian Henn.
Sein Kapitän Davide
Rebellin war zur Hälfte des Rennens in einen Sturz verwickelt, konnte
aber von seinen Teamkollegen wieder ans
Feld herangefahren werden. Sprinter Saulius Ruskys, nach der letzten Bergwertung 18
Kilometer vor dem Ziel in der ersten Verfolgergruppe, stürzte in einer engen
Kurve und verlor dabei wertvolle Zeit. Zu einem denkbar ungünstigen
Zeitpunkt erwischte es auch Torsten Schmidt kurz vor dem Ziel.
Entsprechend bedient war Henn nach dem Rennen: "Das Glück war heute
wahrlich nicht auf unserer Seite. Zur Krönung des Tages fuhr mir auch noch
der Mannschaftswagen von Once hinten drauf. Jetzt gilt es die Wunden zu
versorgen und zu hoffen, dass zumindest schwerwiegendere Folgen der Stürze
ausbleiben."
Am Freitag folgt die zweite Etappe zwischen
Sorrente und Frosinone auf einem
schweren, welligen Parcours,
bei dem dennoch Finisseurs oder
Sprinter den Sieg holen könnten.
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