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36.Tirreno Adriatico
Schwerer Sturz überschattet Vainsteins Sieg

19.03.01 (rsn/dpa) - Von einem schweren Sturz des bisherigen Spitzenreiters Sergej Ivanov (Fassa Bortolo) ist am Montag die sechste Etappe der Rad-Fernfahrt Tirreno Adriatico überschattet worden. Der Russe kollidierte beim Sprint mit einem anderen Fahrer und musste anschließend ins Krankenhaus gebracht werden. Ivanov soll sich ersten Informationen zufolge schwere Kopfverletzungen zugezogen haben.

Glück bei der Zielankunft nach 136 km von Torre San Patrizio nach Monte San Pietrangeli hatte Erik Zabel. Der Weltcup-Gesamtsieger befand sich ebenso wie sein Telekom-Teamkollege Gian-Matteo Fagnini hinter Iwanow. Beide konnten aber ausweichen und wurden dadurch nicht in den Sturz verwickelt. Den Sieg holte sich Weltmeister Romans Vainsteins (Domo) aus Lettland vor dem Schweizer Markus Zberg. Steffen Wesemann (Telekom) kam auf Rang 8.

Im offiziellen Gesamtklassement liegt Ivanov noch an der Spitze, da bei Stürzen auf den letzten 1.000 Metern nach dem Reglement die Zeit des Siegers gilt auch bei den zu Fall gekommenen. Doch der unglückliche Russe wird am Dienstag nicht das Rennen fortsetzen können. Somit wird Ivanovs Teamkollege Roberto Petito zwei Tage vor dem Ende der "Zwei-Meere-Rundfahrt" in Führung liegen. Gabriele Colombo (Cantina Tollo), der Mailand-San Remo-Sieger von 1996, wird für Petito die größte Bedrohung darstellen im Kampf um das rotgelbe Leadertrikot und den Gesamtsieg.

Der bisherige Gesamtleader Ivanov hat indes andere Sorgen. Er kam am Montag zunächst ins Krankenhaus, wo neurologische Tests durchgeführt wurden. Er erlitt zwei Platzwunden, die mit 20 Stichen genäht wurden, und ein Schädel- Trauma. Erste Befürchtungen über noch schlimmere Verletzungen bestätigten sich glücklicherweise nicht. Ivanov war 500 Meter vor dem Ziel bei einem Massensturz zu Fall gekommen, bei dem u.a. Markus Zberg und Michael Boogerd (beide Rabobank) beteiligt waren. Der Schweizer Zberg hatte bereits bei der dritten Etappe nach Meinung des Italieners Paolo Bettini (Mapei) einen Sturz verursacht. "Ich habe nichts gesehen von dem Sturz", sagte Zberg am Montag. "Was erwarten Sie denn? Wenn der Sprint losgeht, denkt niemand mehr nach."

Die siebte Etappe, mit 223km der längste Teilabschnitt, führt die Rennfahrer am Dienstag von Fermo nach Ortezzano.

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