Renn-Szene
UCI berät über "Superliga"-Pläne
25.11.99 - Unter dem Vorsitz von UCI-Präsident Hein Verbruggen begann
am Donnerstag in Lausanne eine zweitägige Konferenz, bei der Vertreter von
Rennorganisatoren, Rennfahrern und Sportgruppen insbesondere
über die Pläne des Weltrad- sportverbandes zur Schaffung einer Radsport-"Superliga"
diskutieren werden. An dem Meeting, das im Haus des IOC stattfindet, nehmen u.a. Telekom-Teamchef Walter Godefroot,
ONCE-Teamdirektor Manolo Saiz und Tourdirektor Jean-Marie Leblanc teil.
Bei der Konferenz im "Coubertin"-Saal wird gesprochen über den Rennkalender 2000,
ein neues Klassifizierungssystem von Rennen und Mannschaften, über Probleme bei der
Dopingbekämpfung und neue Qualifikationsmodalitäten für Weltmeisterschaften.
Am interessantesten ist indes der Punkt zwei der Tagesordnung: Die Zukunft des Profiradsports.
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Bereits seit Oktober ist eine neue Regelung in Kraft, nach der Sportgruppen unmittelbar
vom internationalen Verband lizensiert werden, also die nationalen Verbände wie
der Bund Deutscher Radfahrer im Profibereich insoweit gar keine Rolle mehr spielen.
Dies ist allerdings erst ein erster Schritt, wenn es nach dem Willen von Präsident
Verbruggen geht.
Im Oktober stellte Verbruggen beim UCI-Kongress am Rande der WM in Verona seine
Pläne vor. Danach soll der Profiradsport gänzlich aus
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Dekker darf wieder Rennen fahren
Der niederländische Radprofi Erik Dekker (Rabobank)
darf wieder an Rennen teilnehmen. Der 29-jährige war
bei der WM in Verona am 10. Oktober wegen eines erhöhten Hämatokritwertes
mit einem Startverbot belegt worden. Bei dem routinemäßigen
zweiten Bluttest, der Voraussetzung für ein Ende der "gesundheitsbedingten" Sperre
ist, lag der Hämatokritwert Dekkers im erlaubten Bereich. |
den bisherigen organisatorischen Strukturen gelöst,
weitgehend autonom werden und einen
eigenen "Liga-Manager"
erhalten. Ein neugeschaffener 13-köpfiger Rat, dem je zwei Vertreter
von Organisatoren, Rennfahrern und Sportgruppen sowie ein Manager und weitere sechs von der UCI
bestellte Vertreter angehören, wäre nach dem Verbruggen-Plan dann für
den Profiradsport verantwortlich.
In Lausanne diskutieren nun die verschiedenen Interessen- Vertreter über
die vorgelegten Pläne, wobei mit den Angehörigen der UCI-Profi-Kommission,
der u.a. Walter Goodefroot, Giro-Direktor Castellano, die Ex-Profis Felice Gimondi und
Miguel Indurain anghören, sowie dem Vorsitzenden des Sportgruppen-Verbands
AIGCP Manolo Saiz, dem Vorsitzenden des Rennfahrerverbands Francesco Moser und
dem Vorsitzenden des Ogranisatorenverbands Jean-Marie Leblanc die geballte
Macht der verschiedenen Radsport-Interessen- gruppen in Lausanne dabei ist.
s.a. 25.11.99 Cologne-Teamchef: "Superliga-Pläne gefährden Zukunft der GS-II-Teams"
07.10.99 Neue Strukturen im Profi-Radsport geplant