Sportpolitik
Designierte BDR-Präsidentin kandidiert für NOK
28.12.00 (rsn) - Sylvia Schenk, die Sportdezernentin der Stadt Frankfurt,
die im März Nachfolgerin des scheidenden BDR-Präsidenten Manfred
Böhmer werden soll, plant im Jahr 2002 für das Amt der NOK-Vizepräsidentin
zu kandidieren. Dies sagte die 48-Jährige in einem Interview
mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Frau Schenk, die als Leichtathletin Olympia-Teilnehmerin war,
ist die designierte Nachfolgerin von
Böhmer an der Spitze des BDR. Ihre Wahl Ende März
gilt als sicher. "Das ist sicherlich eine große Herausforderung. Und das will ich ja auch. Das ist genau der richtige Verband,
der das ganze Spannungsfeld der Problemlagen bereit hält, die es im Sport gibt",
so die frühere 800-Meter-Läuferin. Frau Schenk, die
nicht über viel Erfahrung im Radsport verfügt, war in diesem Jahr
überraschend ins Direktions-Komitee
des Radsport-Weltverbandes UCI berufen worden.
Im übernächsten Jahr will Sylvia Schenk nun auch
als Vize-Präsidentin des Nationalen Olympischen
Komitees (NOK) für Deutschland kandidieren, wie
sie in dem FAZ-Interview ankündigte. Der Präsident des Landessportbundes Hessen, Rolf Müller,
brachte sie sogar als Nachfolgerin des
NOK-Vorsitzenden Walther Tröger ins Gespräch, sie sei "absolut erste Wahl".
Im Profi-Radsport machte sich Frau Schenk bei ihrer
Vorstellungsrede am Rande der Hessen-Rundfahrt im letzten Herbst
derweil noch nicht überall beliebt. Nach ihrer Rede
verließ sie das Podium und ging grußlos an den verdutzten Sportlichen Leitern
einiger deutscher GS-II-Teams vorbei. Frau Schenk
strebt nach Höherem...
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