Santi Blanco attackiert Banesto: "Sie wollen nur, daß ich keine Rennen mehr fahre"
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12.02.98 - Der Streit um den Teamwechsel des jungen Santiago Blanco,
von Banesto zum neuen Team Vitalicio Seguros,
geht weiter. Banesto verhält sich wie schon öfter in solchen
Fällen wie eine verschmähte Geliebte.
Blanco läßt
sich jedoch nicht einschüchtern, sagt kämpferisch: "Ich will zur Tour."
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Santi Blanco sagt, er habe nie geglaubt, sein Teamwechel werde diese
Aufregung verursachen. "Nachdem meine Entscheidung bekannt wurde während
der Vuelta, dachte ich letzten Oktober, die
Sache sei ausgestanden. Ich verstehe ja Banestos anfängliche Reaktion,
aber jetzt weiß ich, daß sie hinter mir persönlich her sind.
Wenn ich hier in Mallorca mitfahre, dann
weil sowohl die Regeln, als auch die UCI
dies erlauben. Aber Banesto hat alles unternommen, um mir einen Start zu
untersagen."

José Miguel Echavarri |
Im Dickicht der Verträge taucht nun neben Vitalicio und Banesto
eine dritte Partei auf: eine Firma namens Gestimon, die die Bildrechte von einigen
Banesto-Fahrern innehat. Blanco: "Echavarri (-der Teamchef von Banesto. KV)
ist der Chef von Gestimon, auch wenn sein Name in den Papieren nicht auftaucht.
Und diese Firma zahlt Teile der Gehälter bei Banesto. Und jetzt sagen die,
sie wüßten nicht, wer Gestimon ist." -
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"Am meisten verletzt mich das Doppelspiel von Echavarri, der
sich nicht offen zeigt."
Dennoch will Blanco Banesto nicht in Bausch und Bogen verdammen.
"Ich möchte eines ganz klar sagen: Banesto hat mich nie schlecht behandelt.
Das schlechte war der Ausstieg, das Ende war bitter. Ansonsten waren es fünf
schöne Jahre."
Trotz allem sieht Blanco jedoch optimistisch auf die laufende Saison
und hofft sich in den Rennen bis zum Frühsommer einen Platz im
Vitalicio-Team für die Tour zu erkämpfen. Auch bei der Vuelta
will er antreten, aber der 23jährige hat alle Zeit der Welt:
"Ich will nichts überstürzen. Meine Leistung hängt davon
ab, wie ich mich fühle. Ich habe es nicht eilig."
[El Mundo Deportivo]
S.a.
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