22.02.01 (rsn) - Als erster Holländer seit Steven Rooks vor 15 Jahren gewann
Rabobank-Profi Erik Dekker am Donnerstag die 47. Ausgabe der südspanischen "Ruta del Sol".
Den fünften und letzten Teilabschnitt über 171,5km zwischen
Humilladero und Granada gewann der Baske Mickel
Artetxe (Euskaltel). "Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg",
sagte Dekker, der im letzten Jahr drei Etappen der Tour
de France gewann.
"Ich war im Januar krank", so der 29-jährige
Ruta-Sieger. "Nun ist die Form mit einem Schlag wieder
da. Ich werde mich nun auf die Frühjahrsklassiker vorbereiten,
danach mache ich eine Pause vor der Tour de France,
die mein Hauptziel ist dieses Jahr."
Am Schlusstag konnte Dekker einen recht ruhigen Nachmittag verleben,
an dem sein Gesamtsieg nicht mehr in Gefahr geriet.
Der Niederländer hatte zwar nur einen knappen Vorsprung
auf den Belgier Marc Wauters, doch der fährt ebenfalls in den Farben
von Rabobank und griff natürlich seinen Teamkollegen nicht an.
Auch die dritt- bzw. viertplatzieren Aleksandr Sheffr (Alessio) und
Andrei Tchmil (Lotto) unternahmen am Donnerstag nichts
mehr. Dekker hatte den Grundstein für seinen Erfolg
bei der zweiten Etappe gelegt, der Königsetappe,
als er Zweiter geworden war hinter dem Kasachen Sheffr
und damit das Leader-Trikot geholt hatte. Am Mittwoch
hatte Andrej Tchmil, der mit großer Form in die Klassikersaison
geht, einen Angriff versucht, den Dekker jedoch kontern konnte.
Am Schlusstag hatte eine fünfköpfige Fluchtgruppe
erfolgreich der Jagd des Feldes bis ins Ziel widerstanden.
Den Sieg trug der Spanier Mikel Artetxe davon
vor Felix Garcia Casas (Festina) und
dem Belgier Dave Bruylandts (Domo), der
sich bei der Ruta als einer der Besten präsentierte.
Der Schweizer Alex Zülle (Coast), der bei der "Ruta"
sein erstes Saisonrennen fuhr, war am Donnerstag gestürzt
und gab daraufhin das Rennen auf. "Es ist ihm nichts passiert.
Wir haben Alex prophylaktisch
aus dem Rennem genommen", sagte Coast-Teamchef Wolfram Linder,
der mit dem ersten Rennen seiner Mannschaft zufrieden war.
Im Gesamtklassement war Telekom-Profi Jan Schaffrath
der beste Deutsche auf Rang 5. Ein ausgezeichnetes
Rennen fuhr auch der Gesamtzwölfte Raphael Schweda (Coast),
der bei der Königsetappe am Montag vorn dabei war.
Nürnberger-Sportdirektor Uwe Raab freute sich über
den 15. Gesamtrang von Routinier Jens Zemke,
der zu Beginn seiner vermutlich letzten Saison
- wie angekündigt - noch einmal "voll durchzieht"..