Endlich: Team Gerolsteiner holt Etappensieg bei RLP-Rundfahrt
30.06.98 - Das Kölner Team Gerolsteiner stand bei der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt
nicht nur unter hohem Erfolgsdruck, weil ihr Sponsor, ein Mineralwasser-Hersteller,
aus dem Rheinland kommt und sich auch im Rahmenprogramm der Rundfahrt
enorm engagiert. Auch aus rein sportlichen Gründen mußte mindestens
ein Tageserfolg her, um ein Abrutschen in der UCI-Teamwertung zu vermeiden.
Vier Tage lang klappte nichts, aber am Dienstag platzte dann der
Knoten: Bei der schweren 5. Etappe über 221km von Pirmasens nach Simmern
holten die "Gerolsteiner" gleich einen Doppelsieg: Sascha Henrix gewann vor
Andy Kappes.
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Die 5. Etappe, von den Organisatoren als "Königsetappe" eingestuft,
war nach 80km von einer dreiköpfigen Fluchtgruppe in Schwung
gebracht worden. Stuart O'Grady (Gan), Frankie Andreu (US Postal)
und Iwanov Ruslam (Brescialat) setzten sich vom Feld ab und führten
über 100km vor dem Feld.
Im Peloton machte vor allem
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Kaum Zuschauer
Vom vielbeschworenen "Ullrich-Effekt" war im Hunsrück-Städtchen Simmern
am Dienstag rein gar nichts zu bemerken. Das Zuschauer-Interesse
hätte kaum geringer sein können. Trotz Start der zwei
ehemaligen Weltmeister Lance Armstrong und Luc Leblanc und
einem insgesamt hochklassig besetzten Feld schaute den Rennfahrern
unterwegs fast niemand zu. Und auch zur Siegerehrung fanden
sich kaum Zuschauer ein.
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Polti für ihren Sprinter Martinello
das Tempo, auch Ex-Weltmeister Luc Leblanc zeigte sich oft an der
Spitze des Feldes. Die Arbeit im Feld verfehlte ihre Wirkung nicht
und 40km vor dem Ziel waren die Ausreißer gestellt.
Einem reinen Sprintfinale standen noch einige Anstiege kurz vor
dem Zielort Simmern entgegen. Die Berge ließen das noch gut
100 Rennfahrer große Feld schnell auseinanderreißen. Eine
43 Fahrer große Spitzengruppe erreichte schließlich Simmern.
500 Meter vor dem Ziel traten Andreas Kappes und Sascha Henrix
an. In der Spitzengruppe reagierte man nicht sofort und
das "Gerolsteiner"-Duo ließ sich seinen Vorsprung bis ins Ziel
nicht mehr nehmen.
Der Erfolg kam für das Gerolsteiner-Team gerade rechtzeitig.
Noch am Vorabend hatte der nicht unbedingt für sein
zartes Auftreten bekannt Gerolsteiner-Sportdirektor Dieter Koslar
auf den Tisch gehauen. "Wir hatten eine Diskussion, weil die Mannschaft
in der Weltrangliste gegenüber dem Vorjahr viele Punkte verloren
hat", so Etappensieger Henrix.
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