18.04.98 - Bjarne Riis, Toursieger von 1996 hat seine Rennsaison
aufgenommen. Wegen seines Handbruchs konnte der Däne
erst vor drei Wochen wieder Rennrad fahren, die
Aragon-Rundfahrt ist sein erstes
Rennen in diesem Jahr. Trotz seinem Rückstand und trotz
Jan Ullrichs momentaner "Winterspeck"-Krise gibt sich Riis
kämpferisch: "Jan und ich schaffen das. Bis zur Tour haben wir
die nötige Form."
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"Die Journalisten machen ihn höchstens nervös, sein
augenblicklicher Zustand nicht. Jan fährt zur Zeit gar nicht so
schlecht", glaubt Riis. "So ein hohes Gewicht wird Jan im Winter nie wieder
haben. Aus diesem Grund muß er jetzt um so mehr leiden."
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"Riis zieht den dicken Ullrich"
-Schlagzeile im EXPRESS
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Zu seinem eigenen Trainingsstand meint Riis: "Nach
meinem Handbruch trainiere ich erst seit drei Wochen wieder auf der
Straße, am Anfang sogar mit Gips. Die Aragon-Rundfahrt ist mein
erstes Rennen 1998. Ich fahre ohne Manschette, und die Hand tut
natürlich besonders bei Abfahrten und unebenem Gelände noch sehr weh.
Aber das ist normal, sagen die Mediziner. Ich packe das." Bis zur Tour
soll alles im Lot sein: "Ich bin immer Optimist, nur eine
zwölftägige Grippe dürfte bei mir jetzt nicht mehr dazwischenkommen.
Riis bestätige auch, die Friedensfahrt im Mai fahren zu wollen:
"Da kann ich tagelang fahren, ohne den ganz
großen Druck. Damit zu rechnen, daß ich da schon auf Sieg fahren
könnte, wäre sicher zu optimistisch."
Vorher fährt Riis nach der Aragon-Rundfahrt das Amstel Gold Race,
das Riis im Vorjahr gewann. Danach startet er beim Henninger Turm,
bei beiden Rennen wird Riis vor allem Rennkilometer sammeln und
eigene Siegambitionen nicht entwickeln.