Gastgeber bezwang Weltauswahl
Radsport-Familienfest im Berliner Velodrom
Kurzweilige Rennen, gute Atmosphäre - "Auftakt-Erfolg macht uns Mut"

Archivbild: M.Stiehl
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10.12.00 (dpa/ost) - Die «1. Berliner Radgala» hat am Samstagabend
im Velodrom an der Landsberger Allee eine gelungene Premiere
gefeiert. Gut 2.000 Besucher erlebten ein Familienfest des Radsports,
bei dem der |
Sieg einer deutschen Elite-Mannschaft über eine Auswahl
der weltbesten Bahnradsportler fast nebensächlich war.
(Berlin) und Jens Lehmann (Leipzig) sowie
die Weltmeister im Zweier-Mannschaftsfahren Erik Weispfennig
(Waghäusel) und Stefan Steinweg (Böhl-Iggelheim) setzte sich mit
2826 Punkten durch. Erst im abschließenden Olympischen Jagdrennen,
an dem jeweils alle acht Fahrer beider Teams teilnahmen, sicherte
sich die deutsche Mannschaft ihren knappen Erfolg.
Vorausgegangen waren zehn kurzweilige Rennen, die viel Raum für
Autogrammjäger und Treffen alter Sport-Kameraden ließ. Es gab Musik,
Gespräche und Gastronomie fast wie beim Sechstagerennen. Selbst Profi
Jens Voigt vom französischen Team Credite Agricole war als Zuschauer
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dabei und ein Großer der Bahnszene, der siebenmalige Keirin- und
Tandemweltmeister Frederic Magne (Frankreich), hatte seinen Abschied
vom Spitzensport noch einmal rückgängig gemacht, um in Berlin dabei
zu sein. Magne wird neuer Nachwuchs-Nationaltrainer in Frankreich.
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Von außen sieht das Berliner Velodrom öde aus - drinnen
ist es stimmungsvoller...
Foto: Volk
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«Wir hatten nur sehr kurze Zeit, um aus der Idee für diese
Veranstaltung ein griffiges Konzept zu entwickeln. Der Auftakt-Erfolg
macht uns Mut, es auch in den kommenden Jahren weiter zu betreiben»,
sagte Berlins Rad-Präsident Wolfgang Scheibner. Mit Hilfe dreier
Sponsoren (Kindl-Brauerei, Sechstage-GmbH und S-Bahn) kamen 150 000
Mark zusammen. Acht Olympiasieger sowie 12 Weltmeister waren am
Start. In den kommenden Jahren soll die Veranstaltung unter der
sportlichen Leitung des Ex-Weltmeisters Werner Otto zu einer Dauer-
Einrichtung werden. Bereits in diesem Jahr hatte der Weltverband UCI
die Gala kurzfristig in die höchste Kategorie von Bahnrennen
eingestuft.
Für Einzelerfolge der Gastgeber hatten 1 000-m-Vizeweltmeister
Sören Lausberg (Berlin) im Rundenrekordfahren, Weltmeister van Eijden
im Sprint, Guido Fulst im Ausscheidungsfahren und der zweimalige
Sprint-Olympiasieger Jens Fiedler im Keirin gesorgt. Gästesiege gab
es durch Punktefahr-Olympiasieger Juan Llaneras (Spanien) bei den
Tempo-Runden und in seiner Spezialdisziplin, in einem Mannschafts-
Zeitfahren durch den Vierer Llaneras, Silvio Martinello (Italien),
Etienne de Wilde (Belgien) und Jimmi Madsen (Dänemark) sowie in einem
Handicaprennen der Sprinter durch 1 000-m-Olympiasieger Jason Queally
(Großbritannien). Einen weiteren Gastgeber-Erfolg gab es in einem
Steherrennen über zwei Läufe durch Europameister Carsten Podlesch
(Berlin) vor dem Schweizer Hanskurt Brand.
Jürgen Strauß
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